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Aus: Ausgabe vom 25.06.2022, Seite 16 / Feuilleton
Fotoreportage

Klimazerstörer G7

Wer ist für die Krise verantwortlich? Aktionswochenende vor dem Gipfel in Elmau
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Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) will in Zukunft wieder verstärkt auf Kohlekraftverstromung setzen. Der »Klimaminister« hat Prioritäten: Alles wird dem Krieg gegen Russland untergeordnet. Das zeigt auch, was von den Sonntagsreden und Ankündigungen der Bundesregierung vor dem an diesem Wochenende stattfindenden G7-Gipfel im bayrischen Elmau zu halten ist.

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Berlin führt derzeit den Vorsitz beim Treffen der sieben »wichtigsten Industrienationen«, bei dem es darum gehen sollte, die großen Krisen der Gegenwart anzugehen. Im Januar noch hatte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) erklärt, er wolle aus den G7 den elitären Kern eines internationalen »Klimaclubs« machen. Süßholzgeraspel und Pustekuchen. Wohin die Reise geht, das konnte man von der britischen Außenministerin Elizabeth Truss erfahren. Sie forderte, die G7 müssten eine »Wirtschafts-NATO« bilden. Na dann, gute Nacht.

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Doch es gibt Widerstand: »Die G7-Staaten sind am meisten für die Umwelt- und Klimazerstörung weltweit verantwortlich«, sagt Micha Jäger in einer Pressemitteilung von »Stop G7 Elmau«. »Damit steuern sie die globale Erderhitzung in Richtung drei Grad Celsius und mehr, was schon heute Dürre, Hunger, Flucht und Tod für eben jene Menschen bedeutet, die am wenigsten dazu beitragen.«

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Mit verschiedenen Aktionen wurde vom 10. bis 12. Juni in zehn verschiedenen Städten in der BRD auf die »Machenschaften« der Konzerne der G7-Staaten aufmerksam gemacht. So auch in München, wo SPD, Siemens und der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock ins Visier genommen wurden (siehe Fotos).

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Wie Anna Maier von »Stop G7 Elmau« klarmacht, geht es dabei nicht um Probleme, die sich isolieren lassen: »Die G7-Staaten versuchen weltweit Land und Produktion unter ihre Kontrolle zu bringen, um so dem Wachstumszwang des Kapitalismus gerecht zu werden. Das nennen wir Imperialismus.« (jW)

Fotos von »Stop G7 Elmau«

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