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Aus: Ausgabe vom 21.03.2022, Seite 10 / Feuilleton
Denkmalpflege

Renovierung fällig

Der Steinfußboden der weltberühmten Grabeskirche in der Jerusalemer Altstadt wird aufwendig restauriert. Die umgerechnet rund zehn Millionen Euro teuren Arbeiten sollen nach Angaben von Pater Issa Musleh, Sprecher der griechisch-orthodoxen Kirche, in zweieinhalb bis drei Jahren abgeschlossen sein. Das Geld dafür sei gespendet, unter anderem von Italien, aber auch vom jordanischen König Abdullah und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas. Die Grabeskirche gehört der griechisch-orthodoxen, der römisch-katholischen und der armenisch-orthodoxen Kirche. Das Bauwerk steht an der Stelle, an der nach christlicher Überlieferung Jesus Christus begraben worden und wieder auferstanden sein soll. Die Grabeskirche ist damit das wichtigste Heiligtum der Christen. Die Kirche wird nach Angaben von Franziskanermönch Eugenio Alliata während der Renovierungsarbeiten offen bleiben. Einzelne Abschnitte würden nacheinander bearbeitet, sagte er. Letztlich würden alle zerbrochenen Steinfliesen repariert oder ausgetauscht. Die Grabeskirche im christlichen Viertel der Jerusalemer Altstadt wurde ursprünglich im Jahr 325 unter Helena, der Mutter des römischen Kaisers Konstantin, erbaut. Traditionell feiern Gläubige dort das Osterereignis. Die Kirche zählt zum UNESCO-Welterbe. Die verschachtelte Kirche ist streng aufgeteilt unter insgesamt sechs Glaubensgemeinschaften – die Kopten, die Syrer und die Äthiopier haben allerdings nur Nutzungsrechte. (dpa/jW)

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