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04.02.2022, 19:27:23 / Ausland

Kolumbien verlangt Auskunft über russische Militärhilfe an Venezuela

Was zur Hölle läuft da zwischen Moskau und Caracas, fragt man si
Was zur Hölle läuft da zwischen Moskau und Caracas, fragt man sich in Bogotá (Russlands Außenminister Lawrow und Venezuelas Präsident Maduro, Caracas, Februar 2020)

Bogotá. Die kolumbianische Regierung hat Aufklärung über mögliche russische Militärhilfen an das Nachbarland Venezuela verlangt. »Wir wollen mit der diplomatischen Vertretung Russlands in Kolumbien sprechen, um etwas über die militärische Unterstützung zu erfahren, die in Venezuela geleistet wird«, sagte Präsident Iván Duque am Freitag. Er warf der Regierung in Caracas vor, Splittergruppen von kolumbianischen Guerillaorganisationen Unterschlupf zu gewähren. »Deshalb ist es wichtig, den Umfang und das Ziel der russischen Militärpräsenz in diesem Land zu verstehen«, sagte Duque laut einem Bericht der Zeitung El Tiempo.

Am Vortag hatte Verteidigungsminister Diego Molano von Truppenbewegungen in Venezuela mit »Hilfe und technischer Unterstützung von Russland und dem Iran« gesprochen. Die russische Botschaft in Bogotá wies dies zurück. »Wir sind erstaunt über die ständigen Versuche, die Russische Föderation der angeblichen Einmischung in die inneren Angelegenheiten Kolumbiens zu beschuldigen«, hieß es in einer Stellungnahme.

Im Konflikt zwischen den USA und Russland über Sicherheitsgarantien in Europa hatte Moskau zuletzt eine Stationierung von Truppen auf Kuba und in Venezuela nicht ausgeschlossen. Russland und Venezuela haben eine ganze Reihe von Kooperationsverträgen geschlossen. In den vergangenen Jahren waren zudem immer mal wieder russische Soldaten für Schulungen und gemeinsame Manöver in Venezuela. (dpa/jW)

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