75 Ausgaben junge Welt für 75 €
Gegründet 1947 Mittwoch, 17. August 2022, Nr. 190
Die junge Welt wird von 2651 GenossInnen herausgegeben
75 Ausgaben junge Welt für 75 € 75 Ausgaben junge Welt für 75 €
75 Ausgaben junge Welt für 75 €
Aus: Ausgabe vom 24.01.2022, Seite 4 / Inland

Coronagremium: Dünne Datenlage in BRD

Berlin. Das Coronaberatungsgremium der Bundesregierung kritisiert eine zu dünne Datenlage bei der Pandemiebeobachtung in der BRD. Auch zwei Jahre nach Beginn der Pandemie bestehe weiterhin kein Zugang zu einigen wichtigen, aktuellen Versorgungsdaten, heißt es in einer Stellungnahme vom Sonnabend. »Eine Echtzeitübersicht über alle verfügbaren Krankenhausbetten mit aktueller Belegung auch außerhalb der Intensivmedizin wird dringend benötigt.« (dpa/jW)

  • Leserbrief von Roland Winkler aus Aue (24. Januar 2022 um 17:21 Uhr)
    Bundesweit finden Demos zu Tausenden gegen die Politik statt. Nicht nur Corona und Pandemie treiben Menschen auf die Straßen. Verbote interessieren kaum. Was vermag der Rechtsstaat gegen den demokratischen Willen von vielen auszurichten? Wann und wo Massen in Bewegung kamen, gab es immer Versuche, sie für politische Zwecke zu benutzen. Wenn demokratisch legitimierte, parlamentarisch stark vertretene rechte Kräfte davon Gebrauch machen, was und wen wundert es? Händler leiden. Kleinhändler, Dienstleister, Handwerk, Gastgewerbe und andere leiden selbstverständlich und nicht zuletzt unter chaotisch zu nennendem Coronamanagement. Chaotisch, weil eine Marktwirtschaft eben Markt und zahllose wirtschaftliche Interessen in Kollision bringt, Staat und Gesellschaft dem Rechnung zu tragen haben. Coronapolitik hat Wirkungen hervorgebracht, mit aktuellen Krisen verbunden, die Menschen Angst und Sorge machen, sie bedrohen. Sie bringt täglich Verunsicherungen, undurchschaubare Informationsfluten. Wie ist zu erklären, dass Impfpflicht vor Monaten noch nur als Mittel schlimmer Diktaturen, als Unfreiheit und Verletzung von Menschenrecht galt, wie wir alle Welt belehrten und anklagten? Heute gibt es eine Inflation des Begriffs »Impfpflicht«, noch vor allen längst notwendigen Schutzmaßnahmen. Mangelerscheinungen in einer Marktwirtschaft, schwer erklärbar. Geschäftemacherei, Preis-Profit-Spiralen, gehört zu Märkten, was deutlich verspürt wird. Von Spaltung der Gesellschaft wird fabuliert, die Mitte der Gesellschaft ausgemacht usw. Ist es nicht die Mitte der Gesellschaft, die leidet und demonstriert? Wer redet von denen unter der Mitte? Wer und was spaltet die Gesellschaft? Wer redet von denen, die sich kein besseres Geschäft als die Pandemie vorstellen können, denen der Staat Kosten in Profite wandelt und Märkte versüßt? Der »Mitte« scheint bewusst zu werden, ihre Perspektive ist unten, nicht ganz oben. Es gibt Fragen, die Bevölkerung hat Fragen, die niemand klar beantworten will oder kann. Wo sind die politischen Kräfte, die den Massen Orientierung zu geben hätten?
  • Leserbrief von Riggi Schwarz aus Büchenbach (24. Januar 2022 um 12:18 Uhr)
    Kann mich mein aufgespannter Regenschirm überhaupt noch vor dem Regen schützen, wenn andere ihren Schirm geschlossen halten? So in etwas kommt mir das ganze Hickhack um die Einführung der Impfpflicht vor! »Einer für alle und alle für einen.«
    (Alexandre Dumas, 1802–1870, französischer Schriftsteller, »Die drei Musketiere«) Dr. Janosch Dahmen (Jahrgang 1981), ein deutscher Arzt, Politiker der Grünen und Mitglied des Bundestags, sagte in Bild am Sonntag: »Die Impfpflicht kann zur Befriedung der Gesellschaft beitragen, weil sie für Klarheit sorgt.« Also doch, die Impfung schützt nicht vor dem Virus, sie dient nur zur Befriedung der Gesellschaft!?

Mehr aus: Inland