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22.10.2021, 19:18:54 / Ausland

Russland: Neue Nato-Strategie ist Beleg für Konfrontationskurs

Der russische Präsident Wladimir Putin und sein Pressesprecher D
Der russische Präsident Wladimir Putin und sein Pressesprecher Dmitri Peskow bei der großen Pressekonferenz am 17.12.2020 in Moskau

Moskau. Der Sprecher des russischen Präsidialamts, Dmitri Peskow, hat den Beschluss der NATO-Verteidigungsminister über eine Strategie der Abschreckung Russlands kritisiert. Sie sei ein weiterer Beleg für den Konfrontationskurs der NATO, sagte er am Freitag in Moskau. »Unter diesen Bedingungen besteht kein Bedarf an einem Dialog.« Der Beschluss zeige, dass die russische Entscheidung, die Beziehungen zur Militärallianz abzubrechen, richtig gewesen sei. »Dieses Bündnis wurde nicht für den Frieden geschaffen, es wurde für die Konfrontation erdacht, entworfen und geschaffen«, sagte Peskow. Die Kriegsminister der westlichen Militärallianz waren am Donnerstag in Brüssel zusammengekommen und hatten sich auf einen neuen Masterplan zur Abschreckung Russlands geeinigt. Wenige Tage zuvor hatte Moskau seine förmlichen Beziehungen zur NATO nach einer wegen Spionagevorwürfen erfolgten Ausweisung von acht Mitarbeitern seiner Vertretung in Brüssel gekappt.

Die neue NATO-Strategie zielt offiziell darauf ab, auf gleichzeitige Angriffe Russlands im Baltikum und in der Schwarzmeer-Region vorbereitet zu sein. Die Regierung in Moskau weist alle Anschuldigungen zurück, sie verhalte sich aggressiv, und wirft ihrerseits der Allianz vor, mit ihren strategischen Vorbereitungen Europa zu destabilisieren. Auch die Beziehungen zwischen Russland und den USA sowie der Europäischen Union (EU) haben sich in den vergangenen Monaten immer weiter verschlechtert und sind auf einem Tiefpunkt seit Ende des Kalten Krieges angekommen. (Reuters/jW)

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