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Aus: Ausgabe vom 27.09.2021, Seite 1 / Inland
Coronapandemie in der BRD

Mühsamer Fortschritt

Coronalage: Stiko-Chef kritisiert Impfkampagne in BRD. Inzidenz stagniert
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Trotz kreativer Angebote verläuft die Impfkampagne in der BRD schleppend (Köln, 28.8.2021)

Bei den Impfungen gegen das Coronavirus in der Bundesrepublik geht es nur langsam vorwärts. Der Chef der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, zeigte sich darüber am Sonnabend im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk unzufrieden. Es müsse verständlich gemacht werden, dass die Impfung entscheidend für die gesamte Bevölkerung sei. Dafür sei noch einiges an Überzeugungsarbeit zu leisten. Mertens monierte, gerade die Altersgruppe der 18- bis 59jährigen ließe sich im Moment nicht so impfen, wie es sich die Stiko vorstelle. Der Impffortschritt in dieser Bevölkerungsgruppe sei jedoch entscheidend für den weiteren Verlauf der Pandemie.

Laut Robert-Koch-Institut (RKI) sind in der BRD aktuell gut 64 Prozent der Menschen vollständig geimpft. Rund 68 Prozent haben demnach mindestens eine Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Die bundesweite Inzidenz der Neuinfektionen mit dem Virus stieg am Sonntag derweil wieder leicht an. Sie lag laut RKI bei 61,4. Am Sonnabend hatte der Wert bei 60,6 gelegen, vor einer Woche jedoch bei 70,5. Die Inzidenz gibt die Zahl an Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen an.

Die Mitnahme von Schutzmasken im Auto soll künftig zur Pflicht werden, berichtete die Rheinische Post am Sonnabend. Demnach soll vorgeschrieben werden, im Verbandskasten in Pkw, Lkw und Bussen auch nach der Coronapandemie stets zwei Mund-Nase-Bedeckungen mitzuführen.

In nahezu allen Bundesländern kam es seit Beginn der Impfungen zu Angriffen auf Impfzentren. Dabei wurden Drohungen, Sachbeschädigungen – vor allem Schmierereien – und auch eine Brandstiftung registriert. Bayern und Sachsen verzeichneten besonders viele solcher Straftaten, wie eine Umfrage des Evangelischen Pressedienstes unter Ministerien, Landeskriminalämtern und einer Kassenärztlichen Vereinigung ergab. Hinsichtlich der Tötung eines Tankstellenmitarbeiters nach einem Streit um die Maskenpflicht in Idar-Oberstein hat Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) gegenüber der Bild am Sonntag vor einer zunehmenden Gewaltbereitschaft sogenannter Querdenker gewarnt. (dpa/AFP/jW)

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