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Aus: Ausgabe vom 16.09.2021, Seite 2 / Ausland
Bilaterale Gespräche

Chinas Außenminister in Seoul

Südkorea wirbt für Friedensprozess. Erste U-Boot-Rakete getestet
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Auf gute Zusammenarbeit, aber bitte nicht mit den »Five Eyes«: Chinas Außenminister Wang Yi (l.) mit seinem südkoreanischen Amtskollegen Chung Eui Yong am Mittwoch in Seoul

Außenminister Chung Eui Yong und sein chinesischer Amtskollege Wang Yi sind am Mittwoch in Seoul zusammengekommen, um unter anderem über die Sicherheitslage auf der koreanischen Halbinsel zu sprechen. Chung bat um Chinas Unterstützung für die Nordkorea-Politik Seouls, wie die südkoreanische Agentur Yonhap meldete. Er erwarte, dass China auch künftig den von Seoul vorangetriebenen Friedensprozess mit Pjöngjang konsequent unterstützen werde.

Unterdessen hat Südkorea erfolgreich eine eigenständig entwickelte ballistische Rakete unter Wasser von einem U-Boot aus abgefeuert. Präsident Moon Jae In habe den Test am Mittwoch von einem Testzentrum im Westen des Landes aus verfolgt, teilte das Präsidialamt in Seoul mit. Südkorea machte die Erprobung seiner ersten ballistischen U-Boot-Rakete (SLBM) nur wenige Stunden nach dem Test ballistischer Kurzstreckenraketen durch Nordkorea öffentlich, der nach Angaben des südkoreanischen Militärs während des Treffens von Chung und Wang durchgeführt wurde. Südkorea gilt als das erste Land, das SLBM entwickelt, ohne selbst Atomwaffen zu haben.

Nach seinem Treffen mit Chung kritisierte Wang gegenüber Yonhap, Initiativen zur Erweiterung der von den USA angeführten Geheimdienstallianz »Five Eyes« um weitere Länder wie Südkorea. Damit spielte er auf eine Gesetzesinitiative im US-Kongress an, durch die Washington aufgerufen wird, »Five Eyes« auszubauen. Die Allianz umfasst die Geheimdienste der USA, Großbritanniens, Kanadas, Australiens und Neuseelands.

Derweil drohte Beijing der britischen Regierung am Mittwoch, da dem chinesischen Botschafter der Zutritt ins britische Parlament verwehrt worden war. »Wir verurteilen diesen Schritt aufs schärfste und werden darauf reagieren und entsprechende Maßnahmen ergreifen müssen«, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Das Parlament in London habe zugelassen, dass »chinafeindliche Abgeordnete« den bilateralen Beziehungen schaden. Der Schritt des Parlaments war erfolgt, nachdem Beijing Sanktionen gegen mehrere britische Abgeordnete erlassen hatte. Diese waren eine Reaktion auf gemeinsame Strafmaßnahmen Londons, der EU, der USA und Kanadas gegen die Volksrepublik wegen der vermeintlichen Unterdrückung der Uiguren in der chinesischen Region Xinjiang. (dpa/jW)

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