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Aus: Ausgabe vom 11.09.2021, Seite 8 / Abgeschrieben

Kämpferisch gegen das Autokapital

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In einer Erklärung des Protestbündnisses »Smash IAA« gegen die Internationale Automobil-Ausstellung in München vom Freitag heißt es:

(…) Mit bis zu 4.500 Polizeikräften soll der größte Polizeieinsatz in München seit 20 Jahren die Messe absichern. (…) Am heutigen Vormittag gingen Einsatzkräfte mit Schlagstockeinsatz und Pfefferspray gegen Demonstrierende am Rande des Protestcamps auf der Theresienwiese vor. Anna Meyer dazu: »Schon seit Wochen wurde mit Schreckensszenarios daran gearbeitet, diesen Einsatz gegen die Klimabewegung im nachhinein rechtfertigen zu können. Laut Herrmann (bayerischer Innenminister, jW) ging es ihm mit dem Großeinsatz darum, die Beeinträchtigung der Bevölkerung so gering wie möglich zu halten. Dabei ist doch völlig offensichtlich, dass es hier darum geht, den deutschen Autobauern Ruhe zu verschaffen. Oder wer profitiert sonst davon, dass Demonstrationen mitten im Stadtgebiet eingekesselt oder auf der Theresienwiese verprügelt werden? Sie schützen eine Eigentumsordung und eine Produktionsweise, die abgewirtschaftet hat, und wir stemmen uns dagegen. Es geht um viel, und dass es dabei auch mal ungemütlich wird, überrascht uns nicht. Wir sind im Recht, und das werden wir auch weiter auf der Straße vertreten! Wenn sie uns heute verhaften, kommen wir morgen wieder und werden trotzdem mehr. Solange bis wir die Profiteurinnen der Klimakrise entmachtet haben.«

In einer weiteren Mitteilung des Bündnisses »Smash IAA« zu Protesten gegen den Bosch-Konzern vom Freitag heißt es:

Am heutigen Vormittag hat das Bündnis Smash IAA den zentralen Stand des Automobilzulieferers Bosch kurzzeitig besetzt. Ein anderer Teil des Bündnisses lief kurze Zeit später in einer unangekündigten Demonstration zum Bosch-Werk Berg am Laim, besetzte symbolisch den Pfortenbereich und betonte die Solidarität mit der Belegschaft gegen den Arbeitsplatzabbau des Konzerns. Bündnissprecherin Anna Meyer zu den Aktionen: »Bosch ist nur ein Teil es Problems. Das deutsche Autokapital will die IAA dieses Jahr nutzen, um sich als besonders grün und zukunftsfähig zu präsentieren. Diese Lüge konnten wir so nicht stehenlassen. Die Konzerne interessieren sich schon immer nur für die eigenen Profitraten. Die Verbrennerproduktion verlagern sie aktuell ins Ausland, und die ressourcenfressenden E-Autos bedienen einen Luxusmarkt. Das hat nichts mit einer ökologischen und sozialen Verkehrswende zu tun. Gleichzeitig werden Zehntausende entlassen, um auf dem Rücken der Beschäftigten einen Weg durch die weltweite Krise der Autoindustrie zu finden. Unsere Pläne für die Zukunft sind nachhaltiger und überfällig: Enteignung und Vergesellschaftung! Das deutsche Autokapital zeigt, wie notwendig ein Bruch mit dieser sozialen Ordnung ist!« (…)

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