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Aus: Ausgabe vom 03.08.2021, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Wie im Märchen

Echtes Leben | So., 17.30 Uhr, ARD
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Ohne Chortreffen kein Absatz: Viola, Laila und Britta mussten im Sommer 2020 ihr Bekleidungsunternehmen abwickeln

Wie prekär ihre bürgerliche Existenz war, hatte die Coronakrise vielen Kleinkapitalisten vor Augen geführt. Die am Sonntag nachmittag in der ARD gezeigte Reportage vom »Neustart in der ­Krise« zeigt anhand von drei Menschen, was ohne adäquaten Sozialstaat im Krisenfall auch dem Kleinbürgertum drohen kann. Zwei Frauen mussten ihr Chorbekleidungsgeschäft im Sommer 2020 abwickeln. Der Betreiber einer Eckkneipe erhält eine mickrige Grundsicherung und muss ebenfalls dichtmachen. Ihren Geschäftsmodellen hatten die Coronamaßnahmen den ­Boden entzogen – während so mancher Industriebetrieb auf die schützende Hand des Staats vertrauen konnte.

Alles kommt wie im neoliberalen Märchen: Einer der beiden Frauen kommen zwei rettende Ideen, die andere findet dank persönlicher Kontakte eine neue Anstellung. Der Kneipier schafft aufgrund von Eigeninitiative – und dem Hinweis eines alten Stammgastes – den Quereinstieg bei der Deutschen Bahn. Die Terrorbehörden Jobcenter und Arbeitsamt spielen keine Rolle. (mb)

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