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Aus: Ausgabe vom 21.07.2021, Seite 1 / Ausland
Krieg in Afghanistan

Afghanistan: Angriff auf Präsidentenpalast

»Islamischer Staat« reklamiert Raketenattacke für sich. Türkei will Flughafen in Kabul »absichern«
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Zu Beginn des Opferfests Eid Al-Adha: Drei Raketen schlagen in der Nähe des Präsidentenpalasts ein (Kabul, 20.7.2021)

Während der offiziellen Zeremonien zur Begehung des islamischen Opferfests Eid Al-Adha sind am Dienstag mindestens drei Raketen in der Nähe des Präsidentenpalastes in Kabul eingeschlagen, wie das afghanische Innenministerium mitteilte. Die Dschihadistenmiliz »Islamischer Staat« (IS) reklamierte den Angriff für sich. Auf ihrer Plattform Naschir News hieß es, »Soldaten des Kalifats« hätten den Präsidialpalast des »afghanischen Tyrannen« angegriffen.

Ein Video des Senders Tolo News zeigte Afghanistans Präsidenten Aschraf Ghani und weitere hochrangige Politiker, die trotz des Raketenangriffs weiterbeteten. Eine Rakete habe ein nur wenige Meter vom ­Palast entferntes Regierungsgebäude getroffen. Berichte über Tote gab es zunächst nicht, doch wurden laut der Nichtregierungsorganisation Emergency mindestens sechs Menschen verletzt. Der IS hat in Afghanistan zuletzt Territorien, Kämpfer und Führungsfiguren verloren und wird sowohl von der afghanischen Regierung als auch den Taliban bekämpft.

Unterdessen bekräftigte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan die Bereitschaft Ankaras, nach dem im Mai begonnenen Abzug der internationalen Truppen den Flughafen in Kabul abzusichern, wie er am Dienstag bei einer Ansprache im nordzyprischen Teil von Nikosia erklärte. In der vergangenen Woche hatten die Taliban das türkische Angebot als »verwerflich« abgelehnt. Die Präsenz ausländischer Truppen in Afghanistan »unter welchem Vorwand auch immer« sei als »Besatzung« zu werten. Am Dienstag erklärte Erdogan, er sei bereit, Gespräche mit den Taliban zu führen.

Der sichere Betrieb des Flughafens gilt als wesentliche Voraussetzung dafür, dass Botschaften und internationale Vertretungen im Land bleiben. Erdogan ist sich dieser strategischen Bedeutung bewusst und stellt in Richtung der USA »einige Bedingungen«, die die Biden-Regierung erfüllen müsse. Neben logistischer und finanzieller Unterstützung beim Betrieb des Flughafens sei eine Voraussetzung, dass die USA »in diplomatischen Beziehungen an unserer Seite stehen«, betonte Erdogan. (AFP/dpa/jW)

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