Gegründet 1947 Freitag, 7. Mai 2021, Nr. 105
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Aus: Ausgabe vom 22.04.2021, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Belanglose Einwürfe

Der ewige Koreakrieg | Di., 20.15 Uhr, Arte
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Wer hat den Koreakrieg begonnen? Die Arte-Dokumentation zum Thema lässt keinen Zweifel: Es war Kim Il Sung, Großvater des heutigen nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong Un. Er habe seinerzeit alles darauf angelegt, das Land gewaltsam wiederzuvereinen, sei nach Moskau zu Stalin und nach Beijing zu Mao Zedong gereist, um sich grünes Licht zu holen. Dann hätten Pjöngjangs Streitkräfte losgeschlagen – und wären durchmarschiert, wenn ihnen nicht der US-amerikanische Kriegsheld Douglas MacArthur Paroli geboten hätte. Aber stimmt dies? Ein Experte in Sachen Koreakrieg ist der US-amerikanische Historiker Bruce Cumings, der in dem Film auch interviewt wird. In seinen Schriften vertritt er ein differenziertes Geschichtsbild. Hier wird seine Stellungnahme jedoch auf ein paar belanglose Einwürfe eingedampft. An der Eindimensionalität der Darstellung ändern weder »ungesehene Archivaufnahmen« etwas noch Mitleid mit der von den US-Truppen ausgebombten und massakrierten Bevölkerung. (jt)

Wer hat Angst vor wem?

Diejenigen, die sich nicht scheuen, gegen Faschismus, Rassismus, Krieg und Ausbeutung einzutreten? Die dafür mit Verfolgung und Repression rechnen müssen? Oder diejenigen, die Verfassung und die herrschenden Verhältnisse »schützen«?

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  • Leserbrief von Onlineabonnent/in Matthias M. (21. April 2021 um 23:37 Uhr)
    Arte ist meistens ein guter Sender, aber bei der Ausrichtung von einigen Dokus und vor allem bei der Nachrichtenredaktion finde ich den Sender doch ganz schön stramm transatlantisch-antikommunistisch ausgerichtet.

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