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Aus: Ausgabe vom 24.03.2021, Seite 1 / Ausland
Katastrophe vor Augen

Hunger nimmt in 20 Ländern zu

UN-Bericht: Ernährungssituation von Millionen Menschen könnte sich verschlechtern
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Auf dem Weg in die Hungerkatastrophe: Die Vorräte im Jemen sind erschöpft (Hadscha, 19.2.2021)

Die Vereinten Nationen warnen vor dem Anstieg des akuten Hungers in mehr als 20 Ländern weltweit. Extreme Wetterlagen, Heuschreckenplagen, politische Konflikte und die Coronapandemie könnten die Ernährungssituation von vielen Millionen Menschen in den kommenden Monaten drastisch verschlechtern, wie die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO und das Welternährungsprogramm WFP am Dienstag in Rom in einem Bericht feststellten.

»Wir sehen, wie sich eine Katastrophe vor unseren Augen entwickelt«, erläuterte der WFP-Direktor David Beasley aus den USA. »Wir brauchen dringend drei Dinge, um zu verhindern, dass Millionen Menschen verhungern«, so Beasley: »Die Kämpfe müssen aufhören, wir müssen Zugang zu den bedrohten Gemeinden bekommen, um lebensrettende Hilfe zu leisten, und vor allem brauchen wir Spender, die die 5,5 Milliarden US-Dollar, um die wir dieses Jahr bitten, zur Verfügung stellen.«

Besonders kritisch sei die Lage der notleidenden Menschen demnach in dem Kriegsland Jemen, im Südsudan und im Norden Nigerias. Im Jemen beispielsweise sei nicht zu erwarten, dass die Gewalt und der wirtschaftliche Niedergang sowie die schwerwiegende Behinderung humanitärer Hilfe in den kommenden Monaten ein Ende finden würden, heißt es in dem Bericht.

Obwohl der Großteil der betroffenen Krisenländer in Afrika liegt, dürfte der akute Hunger nach der UN-Prognose auch in vielen anderen Regionen der Welt stark wachsen. Genannt werden etwa Afghanistan, Syrien, Libanon sowie der Karibikstaat Haiti.

Mehr als 34 Millionen Menschen haben nach UN-Angaben schon jetzt mit so starker Unterernährung zu kämpfen, dass der Hungertod nicht mehr weit ist. »Das Ausmaß des Leids ist alarmierend. Es ist unsere Aufgabe, sofort zu handeln und schnell vorzugehen, um Leben zu retten, den Lebensunterhalt zu sichern und das Schlimmste zu verhindern«, forderte FAO-Chef Qu Dongyu. »In vielen Regionen hat die Pflanzsaison gerade erst begonnen oder steht kurz vor dem Start.« Es sei ein Wettlauf gegen die Zeit. (dpa/jW)

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