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Aus: Ausgabe vom 05.03.2021, Seite 1 / Titel
Revolutionäre Marxistin

Rosa Luxemburg 150

geboren am 5. März 1871 in Zamosc, ermordet am 15. Januar 1919 in Berlin
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Bronzestatue der revolutionären Marxistin von Rolf Biebl vor dem Verlagsgebäude der jungen Welt am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte – 2009 finanziert aus Spenden von Leserinnen und Lesern dieser Zeitung

»Geschändet, entehrt, im Blute watend, von Schmutz triefend – so steht die bürgerliche Gesellschaft da, so ist sie. Nicht wenn sie, geleckt und sittsam, Kultur, Philosophie und Ethik, Ordnung, Frieden und Rechtsstaat mimt – als reißende Bestie, als Hexensabbat der Anarchie, als Pesthauch für Kultur und Menschheit, so zeigt sie sich in ihrer wahren, nackten Gestalt.«

Rosa Luxemburg (geboren am 5. März 1871 in Zamosc, ermordet am 15. Januar 1919 in Berlin), aus »Die Krise der Sozialdemokratie« ­(»Junius-Broschüre«, 1916), ihrer Abrechnung mit der Burgfriedens­politik und dem Klassenverrat der SPD im Ersten Weltkrieg

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Debatte

  • Beitrag von Torsten Andreas S. aus B. ( 5. März 2021 um 15:28 Uhr)
    Wenn ich aus Raum vier (Balkonsalon) in die Küche gehe, komme ich am Bücherregal vorbei, in dem auf Augenhöhe die zehn Bücher von Rosa Luxemburg stehen. Vielen Menschen geht es wie mir, dass sie oft an Rosa denken. Man muss keinen halben Meter Luxemburg rumstehen haben, sie ist für viele von uns präsent als Ikone der Aufklärung hin zum Ansatz, dass sich Menschen erst dann unterscheiden, wenn sie zuerst gleich sind. Unabhängig von Herkunft und Vermögen.

    Ein Griff, dritter Band von links: »In Verteidigung der Interessen der Arbeiterklasse fordert die Sozialdemokratie, dass Wissenschaft und Schule für alle da sein müssen ...« – Mehr als einhundert Jahre später gilt diese grundlegende Forderung der SPD seit Jahrzehnten nicht mehr. Soll ich noch einen anderen Band zücken? Um den Werteverlust der SPD und ihrer Wählerinnen und Wähler deutlicher zu machen?

    Womit ich daran erinnern will, dass die Parteiinteressen und – wie immer – der Aufstieg in der einen oder anderen Parteihierarchie die besten Beweise für die Vernachlässigung des eigentlichen Anliegens der zugrundeliegenden Werte deiner und meiner Partei sind. Aus diesem Grund fehlt der Nachwuchs und damit sehr schnell der Rückhalt bei denjenigen, die vertreten werden sollen.