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Aus: Ausgabe vom 11.02.2021, Seite 11 / Feuilleton
Kunst

Liebe Kunsträuber …

Im Fall des vor neun Jahren in Athen gestohlenen Picasso-Werks »Frauenkopf« herrscht in Griechenland weiterhin Hoffnung, das Bild könne noch auftauchen. Entsprechend haben sich die griechische Kultusministerin Lina Mendoni sowie Kunstexperten und auch Ermittler geäußert, wie die griechische Zeitung To Proto Thema am Mittwoch berichtete. Es scheint demnach sicher, dass das Bild nie verkauft wurde, sondern sich immer noch in Griechenland und in den Händen der Diebe befindet. Der Anwalt und Kunstsammler Stelios Garipis richtete in der Zeitung einen Appell an die Kunsträuber, das Bild zurückzugeben.

Hintergrund der Debatte ist die Wiedereröffnung der Athener Pinakothek am 25. März, dem griechischen Nationalfeiertag. Die Pinakothek war nach dem skandalträchtigen Raub vor neun Jahren wegen mangelnder Sicherheitsvorkehrungen geschlossen worden und soll nun – renoviert und sicherheitstechnisch auf dem neuesten Stand – wieder öffnen. Picassos »Frauenkopf« hat dabei für Griechenland neben dem Schätzwert von rund 16,5 Millionen Euro eine weitere, besondere Bedeutung: Das Bild wurde dem Land einst vom Künstler höchstpersönlich für den Widerstand gegen die Nazis übergeben. (dpa/jW)

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