Onlineabo Frieden & Journalismus
Gegründet 1947 Dienstag, 2. März 2021, Nr. 51
Die junge Welt wird von 2466 GenossInnen herausgegeben
Onlineabo Frieden & Journalismus Onlineabo Frieden & Journalismus
Onlineabo Frieden & Journalismus
Aus: Ausgabe vom 22.01.2021, Seite 2 / Inland
Coronapandemie in der BRD

Vorrang für Kitas und Schulen

Kanzlerin: Lockerungen von Coronabeschränkungen für Kinder Priorität. Grenzkontrollen nicht ausgeschlossen
Grundschule_in_Stutt_68017978.jpg
Schulen sollen nach dem Shutdown mit als erste öffnen dürfen (Stuttgart, 14.1.2021)

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Fortsetzung des Lockdowns in Deutschland verteidigt. Es ergebe sich derzeit ein sehr gespaltenes Bild, sagte sie am Donnerstag in Berlin: Zum einen gingen die Neuinfektionen zurück. Zugleich aber seien die täglichen Todeszahlen weiterhin hoch. Mit Blick auf mögliche Lockerungen von Coronamaßnahmen räumt die Bundeskanzlerin Kitas und Schulen den Vorrang ein. Man könne bei Erreichen der 50er-Inzidenz nicht wieder alles aufmachen, sondern müsse Prioritäten setzen, sagte sie. Andernfalls drohe schnell wieder exponentielles Wachstum. Als nächste Schritte könnten dann Friseure und der Einzelhandel folgen, so Merkel.

Auch erklärte die Kanzlerin, neuerliche Grenzkontrollen möglichst verhindern zu wollen. Allerdings schließt sie diese nicht aus. Deutschland suche einen »kooperativen Ansatz«, so die CDU-Politikerin vor Beratungen der europäischen Staats- und Regierungschefs. Lange Staus an den Grenzen wie bei ersten Schließungen im Frühjahr werde es jedoch nicht geben. Es gehe vielmehr um die Frage, was in Grenzregionen mit vielen Pendlern geschehe.

Bezüglich der Anschaffung von FFP-2-Masken, die künftig neben OP-Masken in Bussen, Bahnen und Supermärkten allein zulässig sind, um der Maskenpflicht Genüge zu tun, sagte Merkel, dass es keine finanzielle Unterstützung für Bedürftige geben werde. Sollten die Einschränkungen jedoch noch lange anhalten, müsse man »natürlich auch darüber nachdenken, ob wir an der Stelle noch mal helfen müssen«. Das sei aber bisher nicht diskutiert worden.

Moskau bot Merkel eine Kooperation bei Einführung des russischen Coronaimpfstoffs »Sputnik V« zu. Voraussetzung für diese sei aber eine Zulassung des Präparats in der EU. Nachdem sich Russland an die zuständige EU-Arzneimittelagentur EMA gewandt habe, habe sie Unterstützung des bundeseigenen Paul-Ehrlich-Instituts für das Verfahren angeboten, sagte sie. Wenn der Impfstoff von der EMA zugelassen werde, könne man auch über eine gemeinsame Produktion oder Anwendung reden. Über eine mögliche Produktion von »Sputnik V« in Deutschland werde bereits diskutiert, sagte auch der Chef des staatlichen russischen Direktinvestmentfonds, Kirill Dmitrijew, auf einer Onlinepressekonferenz. (dpa/jW)

Für Frieden & Journalismus!

Die junge Welt benennt klar, wer imperialistische Kriege vorbereitet und wer zum Weltfrieden beiträgt.

Mit einem Onlineabo unterstützen Sie unsere Berichterstattung, denn professioneller Journalismus kostet Geld.

Leserbriefe zu diesem Artikel:

Regio:

Mehr aus: Inland

Für Frieden & Journalismus! Jetzt das Onlineabo bestellen