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Aus: Ausgabe vom 22.01.2021, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Neue Normalität

ARD-Brennpunkt | Mi., 20.15 Uhr, ARD
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Der Mob würde den neuen Präsidenten am liebsten hängen

Seit Mittwoch ist es endlich so weit: Der Milliardär und Narzisst Donald Trump ist nicht mehr US-Präsident. Der ARD-»Brennpunkt«, der in der Regel dadurch auffällt, nichts zu sagen, was nicht schon vorher in der »Tagesschau« berichtet wurde, hatte diesmal viel Material im Style einer Reportage zu bieten. Jene, die gehofft hatten, mit Biden werde wieder alles »normal«, wurden schon nach wenigen Minuten daran erinnert, dass dem nicht so sein wird. Der Chef einer »Sicherheitsfirma«, der sich selbst als gemäßigter Republikaner sieht, erklärte, dass er einem gewalttätigen Umsturz nicht grundsätzlich abgeneigt sei – während er ein Sturmgewehr in der Hand hält. Offensichtlich stecken die USA in einer tiefen Hegemoniekrise. Was der Sendung gefehlt hat, war eine materialistische Analyse. Die USA sind eine Weltmacht im Niedergang. Die sozialen Gegensätze verschärfen sich. Es wird kein Zurück zur alten »Normalität« mit Biden geben können, auch weil genau diese »Normalität« Trump hervorgebracht hat. (pme)

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