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11.01.2021, 19:27:09 / Feuilleton

Chemnitz als Europäische Kulturhauptstadt bestätigt

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Wacht über die Stadt: Karl-Marx-Büste im Chemnitzer Zentrum

Berlin. Die Kulturminister der Länder haben die Entscheidung für Chemnitz, ehemals Karl-Marx-Stadt, als Europäische Kulturhauptstadt doch noch einstimmig bestätigt. Die Ministerrunde hatte die Jury-Entscheidung im Dezember überraschend auf Eis gelegt. Erst sollte noch ein Gespräch mit der Jury-Vorsitzenden Sylvia Amann über das in die Kritik geratene Vergabeverfahren erfolgen. Die aufgeworfenen Fragen hätten geklärt werden können, hieß es nach einer Videoschalte am Montag in Berlin.

Betont wurde demnach »nachdrücklich, dass Transparenz und Chancengleichheit unverzichtbare Elemente für einen fairen Wettbewerb darstellen«. Der neue Vorsitzende der Ministerrunde, Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke), werde sich bei der Europäischen Kommission für die Stärkung eines transparenten Auswahlprozesses einsetzen, »um das erfolgreiche EU-Projekt Kulturhauptstadt Europas zukunftsfest zu machen«.

Zur Bewerbung hieß es, Chemnitz habe unter dem Motto »C the Unseen – European Makers of Democracy« (etwa: das Ungesehene Sehen – europäische Macher der Demokratie) ein überzeugendes Konzept vorgelegt. Die sächsische Stadt hatte sich Ende Oktober gegen die auf der Kurzliste noch vertretenen Städte Hannover, Hildesheim, Magdeburg und Nürnberg durchgesetzt. Die entsprechende Empfehlung für Chemnitz verkündete die europäische Auswahljury.

Zuvor waren bereits die Mitbewerber Dresden, Gera und Zittau ausgeschieden. Die zweite Europäische Kulturhauptstadt 2025 stellt Slowenien. Die Entscheidung der Länder muss noch von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) bekräftigt werden. Anschließend werden die zuständigen EU-Stellen durch das Auswärtige Amt informiert. (dpa/jW)

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