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Aus: Ausgabe vom 15.01.2021, Seite 10 / Feuilleton
Sicherheitskonzept

Besser als Zäune

Wie das Kapitol zu schützen wäre
Von Lothar Zieske und Peter Merg
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Gänse wären auch nicht schlecht: Sicherheitszaun um das US-Kapitol in Washington nach dessen Erstürmung durch Trump-Fans

Die jüngsten Ereignisse rund um das US-Kapitol haben die Notwendigkeit ins allgemeine Bewusstsein gehoben, derlei bedeutende Gebäude besser zu schützen. Die Lage scheint nach wie vor brenzlig, so dass es gar nicht genug Vorschläge für einen solchen Schutz geben kann. Dafür lohnt ein Blick in die Geschichte.

Die Angaben des römischen Historikers Titus Livius (59 v. u. Z. – 17 n. u. Z.) sind zwar aus quellenkritischer Sicht durchaus bedenklich. Aber eins steht fest: 387 v. u. Z. rettet das Geschnatter der dort ansässigen Gänse der Juno das römische Kapitol vor den keltischen Horden. Auf dem amerikanischen fehlten sie.

Den Umstand machten sich der neokeltische Faschoschamane und sein Mob offenkundig zunutze. Ohne schnatterndes Federvieh war der Weg frei. Die Konsequenz liegt auf der Hand: Man siedele ein paar der göttlichen Warnerin und Mahnerin geweihte Gänse in den Fluren des Kapitols an, schon kann man sich den quasitrumpistischen Zaunbau sparen.

Freilich birgt auch die Umsetzung dieser Maßnahme Tücken: Welche Gänserasse ist zu wählen? In welcher Weise müssen die Grünanlagen um das Kapitol verändert werden, um diesen Wächterinnen und Wächtern ein Leben zu bieten, das es ihnen ermöglicht, ihre Pflicht in erhoffter Weise zu erfüllen? Doch es werden sich Wege finden lassen. Vielleicht blicken die US-Sicherheitskräfte einmal nach Berlin: Aus dem Reichstag soll kürzlich ungewöhnliches Geschnatter vernommen worden sein.

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