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Aus: Ausgabe vom 02.12.2020, Seite 2 / Inland
Umgang mit Coronapandemie

Quarantäne im Hotel

Coronakrise macht Regierende und Klubbetreiber erfinderisch
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Hier soll ab dem 4. Dezember ein Coronatestzentrum enstehen: Das Häusereck des Berliner Kitkat-Clubs

Im Kampf gegen das Coronavirus sollen künftig mehr Schnelltests zum Einsatz kommen – etwa in Pflegeheimen, Kliniken und nach Infektionsfällen auch in Schulen. Das sieht eine neue Verordnung von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, die an diesem Mittwoch in Kraft tritt. Für Menschen, die in Risikogebiete mit hohen Infektionszahlen im Ausland reisen, werden Regelungen zugleich weiter verschärft: Für sie sind Coronatests nach der Rückkehr bald nicht mehr kostenlos – diese Möglichkeit läuft am 15. Dezember aus.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts waren am Dienstag bundesweit 13.604 Neuinfektionen registriert worden und 388 weitere Menschen im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben.

Schnelltests sind inzwischen in größeren Mengen verfügbar. Die Proben müssen nicht extra zum Auswerten ins Labor geschickt werden. Diese Antigentests gelten aber, verglichen mit den sonst genutzten PCR-Tests, als weniger genau. Laut RKI müssen positive Ergebnisse von Schnelltests daher mit einem PCR-Test bestätigt werden. Auch die Schnelltests müssen aber von medizinisch geschultem Personal durchgeführt werden. Der Berliner Kitkat-Club will dies trotz derzeitiger Schließung von Freitag an anbieten – und er soll nicht der einzige bleiben: Nach dem momentanen »Teillockdown« wollen auch andere Berliner Klubs nachziehen. »Ziel ist es nicht, Geld zu verdienen, sondern dass sich die Menschen wieder freier bewegen können«, sagte der Sprecher der Klubkommission, Lutz Leichsenring, am Dienstag der dpa.

Der Berliner Senat will unterdessen Hotels für Menschen öffnen, die wegen einer Infektion mit dem Virus oder als enge Kontaktperson zeitweise in Quarantäne müssen. Geplant seien zunächst 500 Plätze, kündigte der Vizeregierungschef Klaus Lederer (Die Linke) nach der Senatssitzung am Dienstag an. Ziel sei, Menschen in beengten Wohnverhältnissen zu helfen und Infektionsketten effektiv zu unterbrechen.

In einer Millionenstadt wie Berlin seien 500 Plätze nur »ein Tropfen auf den heißen Stein«, räumte Lederer ein. Um mehr Quarantänemöglichkeiten in Hotels zu schaffen, wolle das Land mit dem Bund über eine Finanzierung sprechen. Ein solcher Schritt sei sinnvoller, als in Form klassischer Coronahilfen für leere Hotels zu zahlen, sagte Lederer. (dpa/jW)

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