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Aus: Ausgabe vom 16.09.2020, Seite 11 / Feuilleton
Lyrische Hausapotheke

Camp Moria u. a.

Von Thomas Gsella

Was brennt, ist nach dem Brand vorbei:

Es liegt verbrannt am Boden.

Zu dem Behufe gibt es zwei

Verschiedene Methoden.

Die eine kommt von der Natur:

Sie erdet heiße Blitze

In Dorf und Stadt und Wald und Flur;

Wahlweise Sonnenhitze.

*

Die andre praktizieren wir:

Wir können Feuer legen.

Und spricht auch alles oft dafür,

Spricht oft doch nix dagegen.

Ein Menschenlager etwa ist

Nicht gut fürs Seelenklima.

So ist sein Fortbestehen Mist,

Jedoch sein Ende prima.

*

Auch andre schlechte Sachen sind

Gemacht, um uns zu quälen.

Und weil ich es zum Lachen find,

Hier alle aufzuzählen

(Ford, Siemens, Benz und das & dies,

Jobcenter, Fernseh, Nestlé,

Gefängnisse und SUVs,

Prachtschlösser und -palästlé),

*

Verkürze ich: Ei, zündet an,

Ihr Kinder, Männer, Frauen!

Wenn etwas Schlechtes weg ist, kann

Man etwas Gutes bauen.

Der Dichter liest am Sonnabend in Joachimsthal zusammen mit jW-Kolumnist Gerhard Henschel, Toni Mahoni und Benno Koloska werden musizieren. Kulturhaus Heidekrug, 19.30 Uhr, 15 Euro

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