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Aus: Ausgabe vom 07.09.2020, Seite 15 / Politisches Buch
Politische Debatte

Neue Welt?

Nach der Coronakrise: Neues Heft der Zeitschrift International
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Anwohner warten vor einer Lebensmittelausgabestelle der Heilsarmee in der besonders stark von der Coronapandemie betroffenen Stadt Chelsea im US-Bundesstaat Massachusetts (1.9.2020)

Das eben erschienene neue Heft der Zeitschrift International geht »75 Jahre nach der Bombe« auf die Lage des Atomwaffensperrvertrages ein, dessen Inkrafttreten sich 2020 zum fünfzigsten Mal jährt. Heinz Gärtner kommentiert die »Geopolitik der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki«: Diese hätten vor allem den Zweck gehabt, eine bei einer nur wenig längeren Dauer des Krieges wahrscheinliche militärische Präsenz der Sowjetunion auf den japanischen Hauptinseln zu verhindern.

Im Editorial des Heftes schreibt Fritz Edlinger über die Coronapandemie: »Die systematische Schwächung des öffentlichen Gesundheitswesens ist neben den globalisierten Wirtschaftskreisläufen zweifellos mit eine Ursache für die katastrophale Ausbreitung des Virus.« Es sei kein Zufall, dass sich die »Zentren des Neoliberalismus« – USA, Brasilien, Indien, Großbritannien – »besonders schwer mit der Bekämpfung der Seuche getan haben und noch immer tun«. International wolle dazu beitragen, dass in der »Nach-Corona-Zeit« nicht einfach zur Tagesordnung übergegangen werden könne.

Mehrere Texte nehmen den Faden auf: Leo Gabriel schreibt über »Remilitarisierung im Schatten des Virus«, Elisabeth Klatzer und Lisa Mittendrein analysieren die in der Coronakrise forcierte »neoliberale ›Integration‹« durch die EU, Kurt Bayr blickt auf die »neue Welt nach Corona«. (jW)

International. Die Zeitschrift für internationale Politik, Nr. 3/2020, 58 Seiten, 7,50 Euro, Bezug: Arbeitsgemeinschaft Internationale Publizistik, Quellenstraße 2C, A-1100 Wien, ­E-Mail: office@international.or.at

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