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Aus: Ausgabe vom 30.06.2020, Seite 6 / Ausland
Gedenken in Bergamo

»Unauslöschliche Narben«

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Bergamo. Italien hat der Opfer der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 in der Provinz Bergamo gedacht. Das Land habe durch die Pandemie »unauslöschliche Narben« bekommen, sagte Staatschef Sergio Mattarella am Sonntag abend bei einer Zeremonie in der gleichnamigen Provinzhauptstadt. Bei dem Gedenken am Friedhof Monumentale legte Mattarella nach einer Schweigeminute einen Kranz ab. Zudem erklärte er, die Krise habe Schwachstellen im italienischen »System« offengelegt, über die es ernsthaft nachzudenken gelte. Doch müssten zugleich die positiven Erfahrungen in Erinnerung behalten werden, so der enorme Einsatz des Gesundheitspersonals. Bergamo und andere nördliche Provinzen waren die am schlimmsten von dem neuartigen Virus betroffenen Regionen Italiens, mehr als 6.000 Menschen kamen allein in der Provinz Bergamo ums Leben. Insgesamt starben in Italien mehr als 34.000 Menschen an den Folgen einer Coronavirusinfektion. (AFP/jW)

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