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Online Extra
18.09.2019, 18:20:28 / Kapital & Arbeit

US-Notenbank pumpt vor Zinsentscheid Milliarden in den Geldmarkt

Jerome Powell, Präsident der US-Notenbank Federal Reserve auf ei
Jerome Powell, Präsident der US-Notenbank Federal Reserve auf einer Pressekonferenz in Washington (1.5.2019)

New York. Nach Liquiditätsengpässen hat die US-Notenbank Federal Reserve erstmals seit der Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren wieder Milliarden in den Geldmarkt gepumpt. Insgesamt wurden in zwei Wellen am Dienstag und Mittwoch 128,15 Milliarden Dollar an frischem Geld zur Verfügung gestellt. Dabei wickelte die Fed über ihren New Yorker Ableger sogenannte Overnight-Repo-Geschäfte ab. Dabei leihen sich Banken für kurze Zeit Bargeld von der Fed - über Rückkaufgeschäfte von Staatsanleihen und anderen Wertpapieren. Am Geldmarkt waren die Kreditkosten für die Banken zu Wochenbeginn aus dem Ruder gelaufen. All das machte liquide Mittel derzeit knapp, wie Analysten sagten.

Experten gehen davon aus, dass die Fed es nicht bei diesem Eingriff belassen wird. Sie rechnen mit einer zweiten Zinssenkung in diesem Jahr. Zuletzt hatte die Fed die Zinsen Ende Juli auf die Spanne von 2,0 bis 2,25 Prozent gekappt. Die politisch unabhängige US-Notenbank steht zudem unter dem Druck des Weißen Hauses: Präsident Donald Trump hält das Zinsniveau für viel zu hoch. Er verlangt eine Senkung des geldpolitischen Schlüsselsatzes auf »null oder weniger«. (Reuters/jW)

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