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Aus: Ausgabe vom 11.05.2019, Seite 5 / Inland
Infrastruktur

Mehr Geld für Deutsche Bahn AG

Bund will Mittel auf bis zu 6,5 Milliarden Euro erhöhen und für zehn Jahre garantieren
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Bahn-Vorstandsmitglied Ronald Pofalla freut sich über die Zuwendungen des Bundes

Die Deutsche Bahn AG soll vom Bund künftig deutlich mehr Geld als die bisherigen 3,5 Milliarden Euro pro Jahr für den Erhalt ihres Schienennetzes bekommen. Bis 2024 soll dieser Betrag insgesamt auf rund 5,5 Milliarden Euro wachsen, berichtete dpa am Freitag.

Das Unternehmen hat seit Jahren zu wenig in den Schienenbetrieb investiert. Zahlreiche Gleise und Brücken sind marode und müssen erneuert werden. Das ist ein Grund dafür, dass der Fahrplan oft nicht eingehalten wird.

Die Bundesregierung und der bundeseigene Konzern verhandeln derzeit über eine sogenannte Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung. Diese soll laut Verhandlungsstand künftig nicht mehr wie bisher für fünf Jahre, sondern für zehn Jahre festgeschrieben werden. Ab 2025 könnte der Beitrag des Bundes auf mehr als 6,5 Milliarden Euro steigen.

Bahn-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla hatte im April dpa mitgeteilt, mehr Geld sei auch deshalb nötig, um kapazitätsschonend zu bauen – das heißt etwa: anstelle von Totalsperrungen eingleisiger Betrieb mit Gleiswechsel über zusätzliche Weichen, zudem Hilfsbrücken und schnellere Schienenschleifzüge. Pofalla hatte sich für eine zehnjährige Laufzeit der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung ausgesprochen. »Das würde uns in eine Lage versetzen, dass wir mit der Bauwirtschaft ganz anders über Preise reden können.« Für die Bahn und für die Baufirmen würde zudem die Planung einfacher. (dpa/jW)

Leserbriefe zu diesem Artikel:

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