Hände weg von Venezuela! Solidaritätsveranstaltung am 28. Mai
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Aus: Ausgabe vom 13.04.2019, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Gut fürs Karma

Kontraste | Do., 21.45 Uhr, ARD
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Impfungen retten Leben und drängen gefährliche Krankheiten zurück. Mit ihrer Ablehnung bringen Esoteriker und Fundamentalisten nicht nur sich selbst und ihre Kinder in Gefahr (Symbolbild)

Selbst bei gutem Verlauf gehen mit Masern hohes Fieber und wochenlange Beschwerden einher. Im schlimmsten Fall verläuft die Krankheit tödlich. Impfgegner allerdings glauben an segensreiche Effekte von Masern. Laut Kontraste sind die Impfverweigerer vor allem im Umfeld von Waldorfschulen anzutreffen, deren Begründer Rudolf Steiner Masern für geeignet gehalten haben soll, das eigene Karma zu verbessern. Der Gesellschaft für anthroposophische Ärzte zufolge erlebten »aufmerksame Eltern« durch die Masern oft eine »tiefgreifende Reifung ihres Kindes«. Die Grünen im »Ländle« unterstützen das. Da Impfgegner schwer zu bekehren seien, meint die Psychologin Cornelia Betsch, solle man sich statt dessen auf alle anderen Ungeimpften konzentrieren. Es gebe kein zentrales Impfregister, »das mich einlädt«. Die Vorsorge werde nicht in Kindergärten oder Schulen durchgeführt. Betsch zufolge seien das praktische Barrieren, denn Eltern müssten selbst einen Termin machen und wissen, wann eine Impfung fällig ist. (sk)

Leserbriefe zu diesem Artikel:

  • Roland Winkler, Aue: Tödliche Dummheit Impfungen retten Leben und drängen gefährliche Krankheiten zurück. Darf das noch als gesicherte Erkenntnis und auch langjährige bestätigte Praxis gelten? Darf die DDR-Impfpraxis und die anderer Länder...

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