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Aus: Ausgabe vom 11.03.2019, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Schön geredet

Interview der Woche | So., 11.05, DLF
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Katja Kipping, Kovorsitzende der Linkspartei, während des Bonner Parteitags am 23. Februar

Im Grunde war dieses Interview bereits überholt, bevor es ausgestrahlt wurde. Sahra Wagenknecht quittierte am Samstag abend per FAS ihre Führungsrolle bei »Aufstehen« – und im DLF-Gespräch mit Katja Kipping kam die Sammlungsbewegung nur am Rande vor. Alles supi bei Die Linke, diesen Eindruck wollte die Parteichefin hinterlassen. Das EU-Wahlprogramm? »Überwältigende Zustimmung«, und »am Ende haben bei uns immer 45 Prozent gesagt, wir wollen eine Republik Europa. Das heißt, es gibt bei uns einen großen Fanklub dafür«. Differenzen innerhalb der Partei? Nö, es sei eine »enorme Leistung, dass Die Linke sich stabil gehalten hat und sogar in der Parteientwicklung vorangekommen ist«. Und die Querulanten mit ihrer Solidaritätsaktion für Venezuela? »Das ist erst mal total wider alle Sachlage, weil in Venezuela gibt es keinen Sozialismus, und das ist auch ein echter Schaden, den man an der Idee des Sozialismus anrichtet.« Dann schon lieber das Lieblingsthema »rot-rot-grüne« Regierung. »Ich hoffe darauf, ja natürlich.« (mme)

Leserbriefe zu diesem Artikel:

  • André Dolecek: Echter Schaden? Es gehört schon eine gehörige Portion Ignoranz und Dreistigkeit dazu, in bezug auf Venezuela von einem »echten Schaden ... an der Idee des Sozialismus« reden, während sich die eigene Partei munter am ...

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