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Aus: Ausgabe vom 02.01.2019, Seite 4 / Inland

Kardinal verteidigt Zölibat

Rom/Köln. Kardinal Gerhard Ludwig Müller, der ehemalige Chef der römischen Glaubenskongregation, sieht keine Verbindung zwischen der vorgeschriebenen Ehelosigkeit katholischer Priester und dem vielfachen sexuellen Missbrauch von Minderjährigen. »Es ist eine diskriminierende Unterstellung, dass Menschen, die freiwillig dem Ruf Jesu in diese Lebensform folgen, besonders disponiert zu Sexualverbrechen wären«, sagte Müller der Deutschen Presseagentur. Durch die Aufhebung des Zölibats würde keine einzige Straftat verhindert, erklärte er. Katholische Priester werden nach den Ergebnissen der im September vorgestellten Studie zum sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche fünfmal häufiger auffällig als Diakone, die heiraten dürfen. (dpa/jW)

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