Aus: Ausgabe vom 12.10.2018, Seite 10 / Feuilleton

Gedenkakt zum 30. Todestag von Franz Josef Strauß am 3. Oktober in Rott am Inn

Gedenkakt zum 30. Todestag von Franz Josef Strauß am 3. Oktober in Rott am Inn Bild: Tobias Hase/dpa

Von Dusan Deak

Folgen der Überfremdung

Eine plausible Erklärung für den Absturz der CSU in den Umfragen vor der Landtagswahl lieferte in dieser Woche ihr Ehrenvorsitzender Edmund Stoiber (Foto links, beim Gedenkakt zum 30. Todestag von Franz Josef Strauß am 3. Oktober in Rott am Inn). Die ungewohnte Unbeliebtheit resultiere aus einer »einzigartigen Wanderungsbewegung« in den freien Alpenstaat, sagte der Exministerpräsident dem »Redaktionsnetzwerk Deutschland«, »mehr als eine Million Menschen« seien in den letzten zehn Jahren zugewandert, »aus allen Teilen Deutschlands«. Mutmaßlich haben vor allem Wirtschaftsflüchtlinge aus Preußen das fragile ethnische Gleichgewicht des CSU-Volkes zerstört. Unpatriotisch, wie sie nun mal sind, wählen sie einfach querbeet. Deshalb halten es Parteistrategen für wichtig, neben der doppelten bayerisch-deutschen Staatsbürgerschaft eine Anwartschaft auf Bayernschaft (oder Bayerntum) auf Probe einzuführen. Ungeeignete Anwärter könnten nach Ablauf der Probezeit zwar nicht nach Berlin oder Hamburg zurückgeführt werden, aber zumindest in sichere Herkunftsländer wie Sachsen.


Debatte

Artikel empfehlen:

  • Beitrag von Dieter Braeg aus Bad Reichenhall (12. Oktober 2018 um 11:03 Uhr)

    Diese ganzen »Prognosen« zum Landtagswahlergebnis der CSU erwecken bei mir den Eindruck, als gäbe es da eine Meinungsumfragestrategie. Wählerinnen und Wähler in Bayern:»Na so geht des oba ned, nua 32 Prozent fürn Söda, ich wöhl eam do!« Also dürfte die CSU wahrscheinlich doch näher an die 40 Prozent kommen. Das war dann gekonnte Wählerbeeinflussung! Was der Stoiber da herumerklärt, ist doch nicht neu.

Mehr aus: Feuilleton