Aus: Ausgabe vom 01.09.2018, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Verschwörung gegen die USA

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Ex-FBI-Chef James Comey (auf dem Bildschirm) meint, Trump habe sich mit den Russen eingelassen

Es ist einmal das Kennzeichen der imperialistischen Weltordnung, dass die Staaten und ihre Monopole zueinander in Konkurrenz treten – im schlimmsten Fall geht das bis zum Krieg (die Stellvertreterkriege erleben wir bereits seit einer Weile). Unterhalb einer solchen Eskalation gibt es eine Reihe von Maßnahmen, die in das Arbeitsgebiet der Geheimdienste fallen. Man versucht den Gegner zu destabilisieren: durch kompromittierende Nachrichten etwa, seien sie falsch oder richtig. Im besten Fall bedient man sich dabei des politischen Personals der gegnerischen Seite. Die Russen scheinen das mit Donald Trump versucht zu haben, zumindest legen das die Ermittlungen der US-Behörden nahe, über die die Dokumentation berichtet. Ex-FBI-Chef James Comey sagt es selbst: So funktioniert eben das Geschäft. Will heißen: Die USA betreiben es natürlich ebenso. Dass Trump aber als eine Art Einflussagent schon in den 1980er Jahren im Fokus des KGB gestanden haben soll, ist dann doch ein bisschen dick aufgetragen. (row)


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