Aus: Ausgabe vom 27.08.2018, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Geschichtsrätsel

Consortium News Radio | Internet

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Die Wahrheit darüber, warum die USS »Liberty« (Foto) am 8. Juni 1967 während des Sechstagekriegs von israelischen Kampfflugzeugen und Torpedobooten angegriffen wurde, wird man wohl nie mehr erfahren

Es ist eine bis heute offene Frage: Warum wurde die USS »Liberty« am 8. Juni 1967, mitten im Sechstagekrieg, in internationalen Gewässern vor der Sinaihalbinsel von israelischen Kampfflugzeugen und Torpedobooten angegriffen, wobei 34 Besatzungsmitglieder getötet und 173 weitere verletzt wurden? Handelte es sich um ein bloßes Versehen, wie später offiziell behauptet wurde? Die englischsprachigen Consortium News interviewten Joe Meadors, der damals »Signalman« auf dem nicht der Navy, sondern dem Geheimdienst NSA unterstellten Spionageschiff war. Er weist darauf hin, dass Israel an jenem Tag kurz davor gestanden habe, die syrischen Golanhöhen zu besetzen. Die »Liberty« sei in der Lage gewesen, entsprechende Kommunikation abzuhören. Das habe Tel Aviv nicht riskieren können. US-Präsident Lyndon B. Johnson sei wahrscheinlich eingeweiht gewesen. Interessant: 2010 und 2018 nahm Meadors Teil an den »Gaza Freedom Flotillas«. Auch sie wurden auf See von den israelischen Streitkräften angegriffen. (jt)

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