10.08.2018, 20:00:02 / Sommerabo

Konzert für Allende

Nicht nur am Sonntag spielt die internationale Solidarität im jW-Zelt auf dem UZ-Pressefest eine zentrale Rolle

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Nicolás Miquea (Foto) und Rolf Becker erinnern an den US-gesteuerten Pinochet-Putsch in Chile vom 11. September 1973

Das UZ-Pressefest, das diesmal vom 7. bis 9. September in Dortmund stattfindet, ist das größte Fest der Linken im Lande – und es war schon immer ein Fest der internationalen Solidarität! Bereits 33 Delegationen von Schwesterparteien aus allen Gegenden der Welt haben sich angemeldet, teilte am vergangenen Samstag Patrik Köbele, Vorsitzender der DKP, bei einem Vorbereitungstreffen auf dem Festgelände mit.

Auch im Zelt von junge Welt und Melodie & Rhythmus spielt der Internationalismus eine zentrale Rolle. Das Programm für Freitag und Samstag haben wir Ihnen an dieser Stelle ja schon vorgestellt. Am Sonntag geht es nach einem ausgiebigen Bemme-Frühstück mit Kaffee, Tee und Saft weiter: André Scheer, Ressortchef der jW-Auslandsredaktion, skizziert ab 11 Uhr »Strategien der Konterrevolution in Lateinamerika«. Hier wird auch über das, was gerade in Venezuela oder Nicaragua geschieht, berichtet und diskutiert. Konterrevolutionen haben in Lateinamerika eine lange Tradition. Am 11. September 1973, also vor 45 Jahren, fand der US-gesteuerte Pinochet-Putsch in Chile statt, an diesem Tag ließ der sozialistische Präsident Salvador Allende sein Leben. Ihm zu Ehren trägt ab 12 Uhr der chilenische Liedermacher und Gitarrist Nicolás Miquea ein eigens dafür zusammengestelltes Programm vor. Der Schauspieler und Gewerkschafter Rolf Becker begleitet ihn und trägt Textauszüge der Lieder in deutscher Übersetzung vor.

Der türkische Präsident hat mittlerweile seine Herrschaft auch mit deutscher Hilfe gefestigt. Zehntausende politische Gefangene füllen die Knäste, die deutsche Regierung billigt Lieferungen von Waffen, die Erdogans Armee auch in Syrien und im Irak einsetzt. Gegen die Waffenbrüderschaft der herrschenden Klassen gilt es, internationale Solidarität zu entwickeln. Darüber diskutieren jW-Autor Nick Brauns und jW-Redakteur Sebastian Carlens mit Besuchern am Sonntag ab 14 Uhr. Leider endet auch das schönste Fest einmal – das jW-M&R-Festzelt schließt nach drei Tagen mit vollem Programm um 17 Uhr. Zuvor darf aber an der Lenin-Bar noch ein Abschiedstrunk mit neuen und alten Bekannten und Genossen eingenommen werden.

Wir haben Ihnen an dieser Stelle in den letzten Wochen unser umfangreiches Zeltprogramm für das UZ-Pressefest vorgestellt. Das ganze Fest hat aber auf zehn Bühnen und zwölf Programmzelten noch viel mehr zu bieten.

Das Gesamtprogramm finden Sie unter pressefest.unsere-zeit.de, das Programm von jW und M&R unter jungewelt.de/pressefest.

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