Aus: Ausgabe vom 13.06.2018, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Sprache der Stärke

Interview | Di., 7.15, DLF

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Friedrich Merz, der Vorsitzende des exklusiven Vereins Atlantik-Brücke e.V. (Aufnahme vom 20.5.2015)

Friedrich Merz, einst Fraktionsvorsitzender von CDU/CSU und heute aufgrund zahlreicher Aufsichtsratsmandate wahrscheinlich längst Millionär, ist besorgt. Donald Trumps vorzeitige Abreise beim G-7-Gipfel und dessen Rüpeleien auf Twitter auf der einen, die freundlichen Gesten gegenüber Kim Jong Un auf der anderen Seite – »das irritiert mich schon erheblich«. Für den Vorsitzenden der Atlantik-Brücke, die postuliert, der Völkerverständigung zu dienen, ist klar, »dass mit der amerikanischen Regierung jetzt sehr viel härter gesprochen werden muss«. Gut zureden, das habe Emmanuel Macron schon versucht. Jetzt heiße es für Europa, »Stärke« und »Geschlossenheit« zeigen – also für Deutsch-Europa. Deshalb: Die Verfolgung der Deutschen Bank »ohne wirklich tragfähige Rechtsgrundlage« müsse ein Ende finden. Und die Amerikaner sollen doch bitte bessere Autos bauen. Die würden dann auch gekauft werden. Obamas Beraterin Victoria Nuland wurde berühmt mit ihrem »Fuck the EU«. Hierzulande hört man nun immer öfter: »Fuck the USA«. (row)

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