Aus: Ausgabe vom 05.04.2018, Seite 7 / Ausland

Neuseeland hebt homophobe Urteile auf

Wellington. Das neuseeländische Parlament hat eine Amnestie für alle wegen Homosexualität verurteilten Männer verabschiedet. Die am Dienstag einstimmig angenommene Vorlage erlaubt es den Betroffenen, ihre wegen einvernehmlicher gleichgeschlechtlicher Handlungen gefällten Urteile annullieren zu lassen. Für verstorbene Verurteilte können Hinterbliebene einen Antrag auf postume Aufhebung der Urteile stellen.

Gleichgeschlechtlicher Sex war in Neuseeland noch bis 1986 strafbar. Justizminister Andrew Little entschuldigte sich anlässlich des Parlamentsvotums für die »Vorurteile, Stigmatisierungen und andere negative Auswirkungen«, welche die Betroffenen erlitten hätten. (AFP/jW)

Das junge Welt-Sommerabo

Lesen Sie drei Monate die gedruckte Ausgabe der Tageszeitung junge Welt! Das Abo kostet 62 Euro statt 115,20 Euro und endet automatisch, muss also nicht abbestellt werden. Dazu erhalten Sie das Buch »Marx to go« aus dem Verlag Neues Leben. Dieses Angebot ist nur bestellbar bis 24. September 2018.

Mehr aus: Ausland
  • Großbritannien lehnt eine gemeinsame Untersuchung des Nervengiftanschlages mit Moskau ab
  • Flüchtlingskonvoi nach Norden. Trump will Militär an Grenze entsenden
    André Scheer
  • Österreichs Regierung plant weitgehende Überwachungsbefugnisse für Behörden
    Simon Loidl, Wien
  • Islamistische Kampfverbände sollen Ostghuta verlassen. Doch innerhalb der Dschihadisten besteht darüber Uneinigkeit
    Karin Leukefeld, Damaskus
  • Polens Präsident Andrzej Duda legt sein Veto gegen Degradierungsgesetz ein
    Reinhard Lauterbach, Poznan
  • Neue Anklage gegen Frankreichs Expräsident Sarkozy
    Hansgeorg Hermann, Paris