Aus: Ausgabe vom 23.01.2018, Seite 16 / Sport

Köpfe hoch, Köpfe runter

Von Marek Lantz
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Gingen erneut leer aus: Trainer David Bergner und sein Chemnitzer FC

Der hiesige Profifußball startet scheibchenweise ins Jahr 2018. Während die Bundesliga bereits zwei komplette Spieltage absolviert hat, zieht die institutionalisierte Zweitklassigkeit erst ab dem heutigen Abend nach. Mit dem von Veteran Friedhelm Funkel gecoachten Fortuna Düsseldorf, Überraschungsteam Holstein Kiel und dem 1. FC Nürnberg haben sich drei Mannschaften an der Spitze bereits etwas abgesetzt. Mit sieben Punkte Rückstand folgt als Vierter der eigentliche Topfavorit und Vorjahresbundesligist FC Ingolstadt, der seinen Fehlstart vom Rundenbeginn noch als Rucksack mit sich herumschleppt.

Den Betrieb wieder aufgenommen hat indes am vergangenen Wochenende die Dritte Liga. Dabei holte sich der SC Paderborn zumindest vorübergehend die Tabellenführung zurück, die er erst am letzten Hinrundenspieltag eingebüßt hatte. Mit 2:0 siegte die Mannschaft von Steffen Baumgart beim weiterhin munter kriselnden Chemnitzer FC. Die Sachsen, einst im Sommer als einer der großen Favoriten in die Saison gegangen, zeigten sich unter ihrem neuen Trainer David Bergner zwar verbessert, gingen aber erneut leer aus und bleiben somit als Tabellenvorletzter auf einem Abstiegsrang. »In der ersten Halbzeit waren wir auf Augenhöhe. Mit dem 0:2 nach einer Stunde gingen aber die Köpfe runter«, befand Bergner hinterher. Dass es durchaus anders hätte laufen können, räumte sein Gegenüber Baumgart ein: »Vor unserem Treffer zum 2:0 kann es bei der Aktion gegen Daniel Frahm auch Elfmeter für Chemnitz geben. In solchen Situation braucht man eben auch eine Portion Glück«, gab er freimütig zu. Gut möglich jedoch, dass die Tabellenführung des SCP zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Artikels bereits wieder Makulatur ist, denn erst gestern Abend nach Redaktionsschluss trat der bisherige Spitzenreiter 1. FC Magdeburg im Montagsspiel bei Schlusslicht Rot-Weiß Erfurt an. Beim FCM hat unterdessen Coach Jens Härtel bereits seinen Vertrag für die nächste Saison verlängert.

Während das Gastspiel von Hansa Rostock im schwäbischen Großaspach ausfiel, setzte es für den FSV Zwickau (bei den Sportfreunden Lotte) und Carl Zeiss Jena (bei Fortuna Köln) jeweils laue 0:1-Auswärtspleiten. Besser machte es der finanziell angeschlagene Hallesche FC. Dank zwei Toren von Marvin Ajani behielt man gegen den VfR Aalen in einer umkämpften Partie mit 3:2 die Oberhand und vergrößerte den Puffer zu den Abstiegsrängen. »Mit diesem Spirit können wir das Derby nächste Woche gegen Jena angehen«, freute sich HFC-Trainer Rico Schmitt.


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