Aus: Ausgabe vom 10.01.2018, Seite 15 / Antifa

Devotionalienhändler müssen vor Gericht

Buenos Aires. Nach der Entdeckung einer Sammlung von Nazidevotionalien in Argentinien müssen sich fünf Brüder vor Gericht verantworten. Den Männern werde Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen, sagte Staatsanwalt Emilio Guerberoff am vergangenen Mittwoch dem argentinischen Nachrichtensender TN. So sollen sie archäologische Fundstücke aus Europa, Asien und Afrika nach Argentinien geschmuggelt haben. Unter anderem sollen sie Zollbeamte bestochen haben, um die Artefakte ins Land zu bringen. Einige der Stücke wurden von der Weltkulturorganisation UNESCO gesucht. Im Juni vergangenen Jahres sorgte der Fund der Sammlung mit Hitler-Büsten, Waffen und Reichsadlern für Aufsehen. Die Polizei war eigentlich dem illegalen Handel mit chinesischen Kunstobjekten und Mumien auf der Spur und stieß dabei in Buenos Aires im Hinterzimmer eines der nun Angeklagten auf die bisher größte Nazisammlung im Land mit rund 75 Exponaten. (dpa/jW)

Der richtige Begleiter für den Sommer im Marx-Jahr!

Unser Aktionsabo der gedruckten Ausgabe (62 Euro statt 115,20 Euro): Sechs Tage in der Woche, mit vielen Hintergründen und Analysen, mit thematischen Beilagen und am Wochenende acht Seiten extra. Das Abo endet nach drei Monaten automatisch. Als Zugabe gibt es das Buch »Marx to go« aus dem Verlag Neues Leben.

Mehr aus: Antifa
  • Cottbus: Angriff auf Geflüchtete in ihrer Unterkunft wirft Fragen auf. Bürgerinitiative erhebt Vorwürfe gegen Security-Firma
    Jana Frielinghaus
  • Neue Ausgabe des Antifaschistischen Infoblatts hat den Schwerpunkt »Die extreme Rechte im Bundestag« und widmet sich den Finanzen der AfD
    Felix Clay