Aus: Ausgabe vom 02.01.2018, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Zukunftsängste

Black Mirror | Netflix

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Schräge Science Fiction: »Black Mirror«

Die Internetseite Salon bezeichnet 2017 als ein »Jahr der Dystopien«, wobei sie neben dem Remake von »Blade Runner« nicht zuletzt die Serie »Black Mirror« als gelungenes Beispiel für eine Science-Fiction der bösen Zukunftsahnungen anführt. Dabei beginnt die erste Episode der jüngsten Staffel, die seit Freitag auf Netflix zu sehen ist, geradezu heiter: mit einer Hommage an »Star Trek«. Mitarbeiter einer Softwarefirma werden von einem Kollegen als virtuelle Duplikate hineinkatapultiert in ein elektronisches Universum ähnlich dem des guten alten »Raumschiffs Enterprise«, in dem sie aber von ihrem Widersacher in der Rolle des Captains gequält und gepeinigt werden. Auf der Suche nach einem Ausweg probieren sie, mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen. Eine augenzwinkernde Mahnung, nicht dem Serienfieber zu verfallen, das Netflix natürlich nach Kräften befördert. Klar wird hier auch, warum die ebenfalls von dem Onlinedienst gezeigte Fortsetzung von »Star Trek« langweilt: Ihr fehlt die Ironie. (jt)


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