Aus: Ausgabe vom 26.07.2017, Seite 12 / Thema

Der kirchliche Sündenfall

Militärseelsorge, evangelisch. Vor 60 Jahren ­verabschiedete der Bundestag ein Gesetz über die Betreuung der Soldaten der Bundeswehr durch ­protestantische Geistliche

Von Christian Stappenbeck
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Mit Gottes Segen, egal ob evangelisch oder katholisch, in den Krieg – Feldgottesdienst eines protestantischen Militärgeistlichen im afghanischen Kundus (20.12.2009)

In Berlins Mitte, Am Weidendamm 2, spiegelt sich ein seltsames Kreuz im Wasser der Spree. Es ähnelt dem Bundeswehr-Emblem und erinnert in seiner Form an das Eiserne Kreuz (jenes von den preußischen Hohenzollern gestiftete Ordenszeichen für Verdienste im Krieg). Aber die Gestaltung ist doch entschieden feiner, weniger militant, auf der Spitze findet sich eine Krone, den Sieg Christi über den Tod symbolisierend. Hintergrund dieses Symbols ist nicht das eiserne, sondern ein goldenes kirchliches Brustkreuz. Denn hier residiert das Katholische Militärbischofsamt, eine »dem Bundesministerium für Verteidigung nachgeordnete Bundesoberbehörde«, wie es amtlich heißt. Nach dem Vorbild eines Bischofskreuzes modellierte der Grafiker das Signet, und in dieser seit Jahrzehnten gültigen Form dient es als Zeichen auf offiziellen Schreiben. Wie bei Militäreinrichtungen üblich ist das genannte Gebäude recht unzugänglich und dem allgemeinen Publikum verschlossen.

am Bahnhof Zoo, ebenfalls eine Bundesoberbehörde, kommt dagegen vergleichsweise schmucklos daher, ohne Wahrzeichen. Sie existiert seit sechs Jahrzehnten. Am 26. Juli 1957 ratifizierte und verabschiedete der Bonner Bundestag das Gesetz zu einem Vertrag über die evangelische Bundeswehr-Seelsorge. Das war der erste Staatsvertrag zwischen der – damals noch und heute wieder gesamtdeutschen – Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Bundesrepublik. Für politisch wache Zeitgenossen hatte die amtliche Kirche damit eine rote Linie überschritten. Das blieb nicht ohne Langzeitfolgen.

Unterzeichnet hatten den Vertrag nach langen und geheim geführten Verhandlungen der westdeutsche Kanzler Adenauer und der Ratsvorsitzende der EKD, der Berlin-Brandenburger Bischof Otto Dibelius, bereits im Februar. Das offizielle Foto zeigt hinter den Unterzeichnern stehend: den Hitlergeneral Adolf Heusinger und den Kommentator der NS-Rassegesetze Hans Globke, beide eine Traditionslinie verkörpernd. Globke, wir erinnern uns, hatte 1938 dafür gesorgt, dass Juden zu Erkennungszwecken den Vornamen Israel oder Sara führen mussten. Dass die Bundeswehr direkter Nachfolger der Wehrmacht sein würde, war von Beginn an klar; sie war gleichzeitig Rechtsnachfolger, Kaderbecken und Geisteskind der alten Armee. Erstaunlich, dass noch heute, 2017, manche über üble Traditionen in der Bundeswehrmacht erstaunt sind.

Anerkennung der Wiederbewaffnung

Der paraphierte Vertrag, der keine Kündigungsklausel enthielt, brauchte eine Synodenbestätigung und musste gegen erhebliche Widerstände innerhalb der Kirche durchgesetzt werden. Er war nämlich faktisch, und die Beteiligten wussten das, ein kirchliches Gütesiegel. Eine Anerkennung der Adenauerschen Politik der »Wiederbewaffnung« und der NATO-Integration.

Bischof Dibelius erinnerte sich in seinen Memoiren »Ein Christ ist immer im Dienst« später grollend: »Die Pazifisten reagierten ihren Radikalismus dadurch ab, dass sie gegen alles, was Militärpfarrer heißen sollte, Sturm liefen. Es störte sie nicht, dass, wenn ihr Widerstand sich durchgesetzt hätte, die katholischen Soldaten ihre Seelsorger gehabt hätten, die evangelischen aber nicht. (…) Es sah zuzeiten so aus, als ob die evangelische Kirche in ihrer Mehrheit zu den Pazifisten umgeschwenkt sei und die Verteidigung ihres Landes Gott und den Amerikanern anheimstellen wolle.« Das ginge ja nun gar nicht. Gott und die Amerikaner – konnte man deren Obhut allein das christliche Abendland überlassen? Nun, was Gott betraf, so wollte man ihn gern organisatorisch mit einbinden.

Zu den Widersachern, den von Dibelius so genannten radikalen Pazifisten gehörten Kirchenpräsident Martin Niemöller, Gustav Heinemann (der spätere Bundespräsident) und der ebenfalls aus der Bekennenden Kirche kommende Professor Helmut Gollwitzer. Auf der beschließenden EKD-Synode 1957 missbilligten sie, dass der Militärgeneraldekan und sein Amt direkt dem atomwaffenfreudigen Verteidigungsminister Franz Josef Strauß untergeordnet werde und dass die Geistlichen Bundesbeamte seien. Sie meinten, nicht Militär-, sondern Zivilpfarrer der Ortsgemeinden wären die richtigen Seelsorger. Auf der andern Seite stand neben anderen der Prälat Hermann Kunst, kirchlicher Hauptverhandlungsführer in Bonn und dann erster evangelischer Militärbischof.

Kein Wunder, dass »der Osten«, also die DDR-Obrigkeit, mit Wut auf die EKD reagierte. Hatten doch auch die Kirchensynodalen aus der DDR mehrheitlich für den Vertrag mit Bonn gestimmt. Es war ein Prager Theologieprofessor und Antifaschist, der hochangesehene Josef Hromádka, der den deutschen Brüdern ins Gewissen redete mit den Worten, was sie da unternähmen, »bestätigt und beglaubigt mit einer deprimierenden Genauigkeit die marxistische Religionsphilosophie: Die Religion und Kirche sei ein Überbleibsel der alten, überlebten Denk- und Lebensweise oder ein Instrument der alten besitzenden Gesellschaft im Kampfe gegen die aufsteigenden Massen der armen besitzlosen Leute«.

Moralischer Kitt und seelische Stärke

Wie verhielten sich die Abgeordneten des Bundestags? Für den Staatshaushalt bedeutete der Vertrag immerhin eine millionenschwere Mehrbelastung an Personal- und Sachkosten. Das Parlament kümmerte das nicht. Das Gesetz passierte alle drei Lesungen ohne jede Wortmeldung, was den Verdacht gewisser Absprachen aufkommen ließ. Es war die Zeit des Kalten Krieges.

Aus der Sicht der Militärs ist das markante Zitat eines Führungsoffiziers des Nordatlantikpaktes überliefert. General Alfred Gruenther äußerte sinngemäß: Die Streitkräfte der NATO brauchten einen moralischen Kitt, und dieser Kitt müsse das Christentum sein. Ob der Satz nun so oder ähnlich gefallen ist, er beschreibt genau die Bedeutung einer Sache namens Militärseelsorge. Denn Militärpfarrer hatten und haben von jeher ihre Funktion bei der moralischen Zurüstung des Heeres. Der Soldat »mit getröstetem Gewissen«, so meinte man, sei der bessere Soldat.

Diese Aufgabe hatte die Seelsorge in der Wehrmacht, dem Bundeswehr-Vorgänger, »gewissenhaft« erfüllt. Beispiele, die es mannigfach gibt, liefert z. B. Matthias Grünzig in seinem Buch »Für Deutschtum und Vaterland« (Berlin 2017) über die Garnisonkirche von Potsdam, wo der Pfarrer Werner Schütz 1937 formulierte, »dass ohne Gottesglaube, ohne Frömmigkeit in einer ausgeprägten Form aus dem Mann im Ernstfall nicht das Letzte an sittlicher Kraft und soldatischer Leistung herausgeholt werden kann«. Genau zehn Tage vor dem deutschen Überfall auf Polen bekräftigte ein »Merkblatt über Feldseelsorge«, dass die seelische Stärke eines Heeres entscheidend sei, denn sie ziehe »ihre Kraft in erster Linie aus einem festen Glauben. Die Feldseelsorge ist daher ein wichtiges Mittel zur Stärkung der Schlagkraft des Heeres«.

Auf die bewährte Quelle für seelische Kraft und soldatische Leistung wollte denn auch das sogenannte Zentrum innere Führung der Bundeswehr in Koblenz nicht verzichten. Ganz unverblümt stellte sie die religiöse Seelsorge als Teil der psychologischen Taktik und Konsolidierung dar. Klugerweise bezog man sich nicht auf jene anrüchigen Erfahrungen der Wehrmacht (die natürlich präsent waren), sondern auf solche der US-Armee im Koreakrieg. Dieses berichtete der Westberliner Pfarrer Marquardt nach dem Besuch eines Koblenzer Lehrganges erschrocken seinem Bischof. Den beeindruckte das wenig. Der hatte seine Schöpfung, den Seelsorgevertrag, liebevoll angeschaut, und siehe, es ist alles gut, so fand er. Die Soldaten-Seelsorge nahm also ihren Gang, folgendermaßen:

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Die Militärseelsorge der protestantischen Kirche stieß von Beginn an auf Widerspruch und Protest – Transparentaktion während eines Gottesdienstes in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche anlässlich des evangelischen Kirchentages (26.5.2017)

Neben Gottesdienst und Kasualien (Beerdigungen etc.), Rüstzeiten und Einkehrtagen galt und gilt der Lebenskundeunterricht als eine wesentliche Aufgabe der Pfarrer in der Bundeswehr. Sie erteilen ihn getrennt für Soldaten, für Unteroffiziere und für Offiziere, von Rechts wegen unabhängig; er ist aber Bestandteil des Ausbildungsprogramms und natürlich der Dienstzeit. Eine Abmeldung von der Teilnahme ist möglich, jedoch erschwert. Die Lehrstunden sind ausdrücklich kein Religionsunterricht, vielmehr eine lebenspraktische Unterweisung, die gerade in der schwierigen »Einsatzsituation« den Soldaten stärken soll. Soweit die Beschreibung. Nach dem unerfreulichen Kasernendrill bedeutete die vergleichsweise lockere Lehrstunde sicher eine Erholung. Dies war aber nicht ohne Hintersinn. Die Dienstvorschrift von 1959 (ZDv 66/2) regelte, dass der Unterricht dem Soldaten Hilfe für sein tägliches Leben zu geben und damit die Förderung der sittlichen, geistigen und seelischen Kräfte zu leisten habe. Man kann getrost davon ausgehen, dass die seelisch-sittliche Kräftigung gegen den gottlosen Gegner im Osten nicht minder stark als vor 1945 im Blick gewesen ist.

Die Ministerin predigt

Für die weiterhin vertrauensvolle Zusammenarbeit von Kirche und Militär gab es jüngst im Mai ein Zeichen an zentraler Stelle. Am zweiten Tag des großen evangelischen Kirchentages fand in der überfüllten Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, gesichert von Militärpolizei, eine gottesdienstliche Veranstaltung statt, und die Predigt hielt im Dialog mit dem Militärbischof: Ministerin Ursula von der Leyen. Kirche und Staat im Verbund bei einem polizeigeschützten Gottesdienst! Das mutet an wie im biblischen Bericht bei Lukas, Kapitel 23: Da wurden Pilatus und Herodes Freunde, und die Hohepriester standen daneben, ganz loyal zum (römischen) Imperium, welches zu schützen wäre gegen einen, der das Volk aufwiegelt. Im genannten Gottesdienst erschienen Aufwiegler: Drei mutige Frauen erhoben Protest mit dem entrollten Plakat »Keine Kampfdrohnen für die Bundeswehr!«.

Ein Beobachter des Geschehens berichtete: »Den Antidrohnenprotest nahm die Ministerin bei ihrer Predigt dann auf und bat die drei Frauen zu sich an den Altar. (…) Die versöhnliche Geste von der Leyens gegenüber den Antidrohnenprotestlern änderte nichts daran, dass die Frauen hinterher zur Personalienfeststellung abgeführt wurden.« Ein Kommentator im Internet bemerkte dazu: »Die Feststellung der Personalien bei so normalem Protest ist überflüssig, und ich frage mich, ob dies nicht gegen das Kirchenasyl verstößt und ob die Kirchenvertreter nicht ›freien Abzug‹ der Störer von der Polizei hätten verlangen sollen.« Wenn Gottesdienstteilnehmer abgeführt werden, wird das Grundgesetz berührt.

Es ist nicht selten, dass Verfassungsrecht und Verfassungswirklichkeit auseinanderklaffen. Was im Streit um die Militärseelsorge der Bundeswehr von Anfang an kaum eine Rolle spielte, war ein verfassungsrechtliches Bedenken. Die vorige Weimarer Verfassung hatte nämlich – und dies galt und gilt im Grundgesetz weiter – lediglich die Zulassung der Seelsorge an Soldaten gefordert. Nicht aber die staatliche Einrichtung einer quasi Militärgemeinde. Etwas Derartiges kann mit dem Gebot der Trennung von Staat und Kirche nicht vereinbar sein. Grundlegend ist von Rechts wegen bis heute der Verfassungssatz: Soweit im Heer und öffentlichen Anstalten das Bedürfnis nach Gottesdienst besteht, sind die Religionsgesellschaften »zur Vornahme religiöser Handlungen zuzulassen, wobei jeder Zwang fernzuhalten ist« (Artikel 141, Weimarer Verfassung). Wohlgemerkt: »zuzulassen«; nicht aber zu veranstalten und zu bezahlen.

Verfassungswidrig

Zulassung der Soldatenseelsorge bedeutet, so formulierte vor Zeiten schon der Staatsrechtler Erwin Fischer, »dass die Aufgabe des Staates sich darauf beschränken muss, auf ihm zustehende Rechte (befehlsmäßiger Unterbindung) zu verzichten und sich der ungestörten Religionsausübung nicht in den Weg zu stellen«. Das Besolden von Militärpfarrern ist etwas anderes. »Wenn daher der Staat (…) den organisatorischen Aufbau der Militärseelsorge auf Staatskosten übernommen hat«, so resümierte Fischer, »so ist dies verfassungswidrig.«

Solcherart Bedenken kümmerten nur wenige in den letzten hundert Jahren. Offensichtlich wirkt die alte Devise »Mit Gott für König und Vaterland« aus unrühmlichen Zeiten weiter. Damals unter einem Monarchen waren der Feldpropst und seine Seelsorger Militärbeamte im bezahlten Staatsdienst. Niemand möge denken, es handle sich um eine allein hiesige Truppen betreffende Sache. Denn nicht nur der deutsche, auch der französische Feldprediger, der Aumônier militaire, der englische Chaplain, der ungarische Tábori pap, der russische Swjaschtschennik oder Feldpope hatten im großen Völkermorden 1914 bis 1918 den »Gott, der Eisen wachsen ließ« jeweils für sich reklamiert. Uns soll hier jedoch verständlicherweise das deutsche Unwesen interessieren. Bei Reichswehr und Wehrmacht änderte sich in der Folgezeit kaum etwas. Und bei der Bundeswehr ging es wie gehabt weiter, nur hatte man nach zwei Weltkriegen doch erkannt, dass jene Größe namens »Gott« eher bei den Westalliierten weilte. Außerdem war eine kleine Änderung aufgrund kirchlichen Eigensinns zu verzeichnen, worauf die Dibelius-Anhängerschaft nachdrücklich hinwies: Der Militärbischof (früher: Feldpropst) sollte fürderhin nicht-beamtet, also staatsfrei, ein rein kirchlicher Amtsträger sein. Ihm allein sollte die geistliche Aufsicht über die Militärgeistlichen obliegen – im Hinblick auf Lehre und Wandel. Und das wäre, so Dibelius gegen seine Kritiker damals, die »Garantie dafür, dass die Seelsorge an den Soldaten in christlicher Freiheit und Selbständigkeit vor sich gehen könnte«. Es ist allerdings kein Fall bekanntgeworden, in dem ein Militärpfarrer seinem Gemeindeglied das Gewissen schärfte gegen völkerrechtswidrige Angriffskriege. Die biblische Maxime »Schwerter zu Pflugscharen«, oft genug gegen die DDR bemüht, hat beim Predigen und Lebensunterricht doch stets gefehlt, so wagen wir zu behaupten. Eine weitere Tatsache kommt hinzu: Neben dem Bischof arbeitet das »Evangelische Kirchenamt für die Bundeswehr« mit einem Handlungsbereich Seelsorge. Dieses Amt ist, analog zum katholischen Pendant, verantwortlich für die gesamte organisatorische Arbeit, geleitet von dem erwähnten Militärgeneraldekan, der wiederum direkt dem Minister bzw. der Ministerin unterstellt ist. Und dies ist der ausführende, der exekutive Apparat, er regelt den Einsatz, den Ablauf der Arbeit. Wer den Apparat in der Hand hält, hat meist das Heft in der Hand.

Zigarren für den Nichtraucher

Und wie war es im Osten mit der Nationalen Volksarmee (NVA) als dem Gegenpart zur Bundeswehr? Eines ist klar: Das Christentum als moralischen Kitt wollten die Verantwortlichen der DDR durchaus nicht, und das war gut so für die Kirche und ihre Verkündigungsfreiheit. Also keine Militärkirche, keine beamteten Seelsorger, kein Militärbischof. Trennung von Kirche und Staat.

Für die evangelischen, katholischen oder freikirchlichen Soldaten in der NVA blieb (nur) die Möglichkeit, bei der Heimatkirche oder der Standortgemeinde den Gottesdienst zu besuchen und Seelsorge wahrzunehmen. Was die Politoffiziere und Vorgesetzten nolens volens, sicher ungern und manchmal quertreibend, geschehen zu lassen hatten.

In diesem Zusammenhang ist eine verbürgte Episode erzählenswert. Von dem linksorientierten Pfarrer Gerhard Bassarak, einem der Kritiker des Militärseelsorgevertrags, ist folgende Erinnerung überliefert: Bischof Dibelius, keinem Streitgespräch ausweichend, lud ihn zu einer Unterredung ein. Auf den Vorwurf, der Vertrag bedeute doch eine einseitige Bindung an den Westen und eine Zementierung der Spaltung, konterte Dibelius: Dem Osten, also den Regierenden der DDR, hätte man ja einen Vertrag gleichen Inhaltes angeboten, aber die hätten ihn mit unfreundlichen Worten zurückgewiesen. Darauf Bassarak: Herr Bischof, dieses Angebot ist ungefähr so ehrlich und ernst gemeint, wie wenn Sie einem Nichtraucher eine Zigarre anbieten.

PS: Zum vorn erwähnten Foto von Globke und Hitlergeneral Heusinger: Wer Zweifel daran hat, wie sehr die Wehrmachtstradition in der Bundeswehrmacht weiterlebt, soll sich erzählen lassen, was Dienstwagenfahrer zu hören bekommen, wenn sie betrunkene Offiziere nach ausgelassenen Feiern heimwärts kutschieren. Die jüngsten Enthüllungen über rechte Netzwerke sind nur ein weiterer Beweis dafür.

Christian Stappenbeck ist Kirchenhistoriker

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