• Pol & Pott

Aus: Ausgabe vom 20.05.2017, Seite 8 (Beilage) / Wochenendbeilage

Drei Frühlingsgerichte

Von Ina Bösecke

Was haben wir gefroren, geflucht und warme Plätzchen gesucht. Jetzt aber ist endlich Frühling und es müssen frische Gerichte auf den Tisch. Ein paar Anregungen:

Knuspriger Ofenspargel: Zwei kg Spargel waschen, schälen und die Enden abschneiden. Eine rote Chilischote längs halbieren, entkernen, waschen und hacken. Mit 100 g Butter in einem Topf zerlassen. Spargelstangen auf ein tiefes Backblech legen, so dass die Spitzen zur Mitte zeigen. 100 g Semmelbrösel, eineinhalb TL Salz, einen TL mildes Paprikapulver und einen TL Rohrzucker mischen, Spargel damit bestreuen. Mit Chilibutter gleichmäßig beträufeln. 150 Milliliter Weißwein von der Seite dazugießen. Im Ofen (Mitte) bei 200 g Ober- und Unterhitze in ca. 25 Minuten garen.

Löwenzahnrisotto: Ca. 100 g Löwenzahnblätter (selber sammeln!) waschen, trocken schütteln und grob hacken. Eine Handvoll Löwenzahnblüten waschen und die gelben Blütenblättchen abzupfen. Eine Zwiebel schälen und fein würfeln. 40 g Speck fein würfeln. Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebel und Speck darin braten. 150 g Risottoreis dazugeben und kurz anschwitzen, 100 Milliliter Weißwein dazugießen und offen bei mittlerer Hitze drei Minuten kochen lassen. 150 Milliliter Gemüsebrühe hinzufügen und offen bei kleiner Hitze unter Rühren köcheln lassen, bis die Flüssigkeit vom Reis aufgesogen ist. So fortfahren, bis die Brühe (weitere 400 Milliliter) aufgebraucht und der Reis gar ist (dauert ca. 25 Minuten). Zwischendurch immer wieder umrühren. 60 g Parmesan reiben. Käse und Löwenzahnblätter unter den Risotto heben. Den Risotto mit Chiliflocken nach Belieben abschmecken und mit den Blütenblättern bestreut servieren. Der Risotto schmeckt statt mit Löwenzahnblättern sowohl mit Brennessel- als auch mit Sauerampferblättern. Extra frühlingshaft kann man dieses Gericht mit einem EL frische Gänseblümchen- oder Veilchenblüten gestalten.

Tarte Tatin mit Rhabarber: 100 g Dinkel-Vollkornmehl, 20 g gemahlene Haselnüsse, eine Prise Salz und einen EL Zucker in einer Schüssel mischen. 80 g Butter in kleinen Stückchen und einen EL Schmand dazugeben. Alles mit den Händen zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt ca. 20 Minuten ruhen lassen. 500 g Rhabarber waschen, putzen, eventuell harte Fasern beseitigen und in ca. drei Zentimeter lange Stücke schneiden. Eine Tarteform dick mit Butter einfetten und zehn EL Honig in der Form verteilen. Den Honig im Backofen (Mitte) bei 200 Grad Ober- und Unterhitze in ca. zehn Minuten karamelisieren lassen. Die Form herausnehmen, die Rhabarberstücke in der Form verteilen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche mit einem Nudelholz dünn in der Größe der Form ausrollen. Den Teig auf die Früchte legen, am Rand etwas andrücken und mit einer Gabel mehrmals einstechen. Die Tarte im Backofen (Mitte) bei 210 Grad Ober- und Unterhitze in ca. 20 Minuten goldbraun backen. Herausnehmen und sofort behutsam auf eine Platte mit Rand stürzen. Der Rhabarber zieht beim Backen viel Flüssigkeit. Deshalb braucht er eine Platte mit Rand. Einfacher ist es, die Tarte gleich in der Form zu servieren.

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