Aus: Ausgabe vom 28.08.2012, Seite 9 / Kapital & Arbeit

60 Milliarden für spanische Banken

Madrid. Die spanische Wirtschaft hat sich in den beiden vergangenen Jahren schlechter entwickelt als bislang angenommen. Das Statistikamt revidierte das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts für 2011 von 0,7 auf 0,4 Prozent nach unten. 2010 schrumpfte es demnach um 0,3 Prozent, nachdem bislang von einem Minus von 0,1 Prozent die Rede war.

Die Regierung rechnet in diesem Jahr mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung von 1,5 Prozent und einem Defizit von 6,3 Prozent. Wirtschaftsminister Luis de Guindos hat zudem angekündigt, daß sein Land bis zu 60 Milliarden Hilfsgeldern in die kriselnden Banken stecken werde. Um die Notlage der spanischen Banken zu mildern, steht ein europäisches Hilfspaket für den Sektor von bis zu 100 Milliarden Euro bereit. In dem am Montag veröffentlichen Interview mit der International Herald Tribune sagte der Minister zudem, er gehe davon aus, daß die Europäische Zentralbank mit Käufen spanischer Anleihen beginnen werde, um die finanziellen Nöte des Landes abzumildern. (Reuters/jW)

Mehr aus: Kapital & Arbeit
  • Mehrbelastung für Familien von bis zu 440 Euro jährlich. Weitere Erhöhungen angekündigt
  • Robert Fico regiert seit April wieder die Slowakei. Er stoppt Privatisierungen und macht die Steuerpolitik gerechter. Reform der Krankenversicherung im Mittelpunkt
    David X. Noack