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Aus: Ausgabe vom 09.06.2009, Seite 16 / Sport

Fußball-Randspalte

»Einverständlich«

Berlin. Bis Sonntag abend war Dieter Hoeneß der dienstälteste Manager der Bundesliga nach seinem Bruder Uli. 13 Jahre endeten mit folgender Pressemitteilung: »Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA, Dieter Hoeneß, verläßt den Verein auf eigenen Wunsch vorzeitig zum 30.6.2009«. Das sei »freundschaftlich und einverständlich vereinbart« worden. Mit ausgebuffter Förmlichkeit hat Hertha-Präsident Werner Gebauer die Abberufung seines früheren Golfpartners abgewickelt. Hätte sich der mit 33 Millionen Euro verschuldete Verein in der letzten Saison für die Champions League qualifiziert, wäre der Machtkampf wohl anders ausgegangen. Zuletzt war Hoeneß mit dem Trainer Lucien Favre aneinandergeraten, der nicht mit Marko Pantelic weiterarbeiten wollte und sich durchsetzte. Jetzt wird Favre mehr Einfluß bekommen. Der frühere Hertha-Stürmer Michael Preetz wird Geschäftsführer Sport. Er hat laut Gebauer ein Auswahlverfahren für Führungskräfte (»Assessment Center«) bestanden. Weitere Besetzungen werden geprüft. (sid/jW)

Tricks der 60er

Stuttgart. Erwin Staudt, Präsident des VfB Stuttgart, hat in Bild gesagt, was er vom Vorschlag hält, Gehaltsobergrenzen für Profis einzuführen. »Das klingt gut, man bekommt viel Applaus an den Stammtischen. Wenn du eine Obergrenze einführst, gibt es 1000 Wege, sie zu umgehen«, sagte der 61jährige. »In den 60er Jahren wurde die Gehaltsobergrenze auf 1200 Mark festgesetzt. Es gab einen Täuschungsversuch nach dem anderen. Da wurde plötzlich die Schwiegermutter in der Geschäftsstelle angestellt, um das Gehalt zu erhöhen.« (sid/jW)

Moskauer Kunstrasen

Mainz. Die deutsche Nationalmannschaft wird sich in Mainz auf das WM-Quali-Spiel am 10. Oktober in Moskau vorbereiten. Der FSV Mainz 05 verfügt über einen Kunstrasenplatz, dessen Material dem im Lushniki-Stadion gleicht. Gegen Rußland bestreitet die DFB-Auswahl ihr erstes Länderspiel auf Kunstrasen. (sid/jW)

Fandel hört auf

Pfeifenhausen. Herbert Fandel beendet seine Schiri-Karriere und wird kooptiertes Mitglied im Schiri-Ausschuß des DFB. Seit 1989 stand der 45jährige auf der DFB-Schiri-Liste, seit 1998 auf der der FIFA. Der ausgebildete Konzertpianist leitete 247 Bundesliga-Partien, 26 A-Länderspiele und 56 Europapokalspiele. (sid/jW)

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