75 Ausgaben junge Welt für 75 €
Gegründet 1947 Montag, 8. August 2022, Nr. 182
Die junge Welt wird von 2651 GenossInnen herausgegeben
75 Ausgaben junge Welt für 75 € 75 Ausgaben junge Welt für 75 €
75 Ausgaben junge Welt für 75 €
Aus: Ausgabe vom 04.03.2008, Seite 16 / Sport

Fußball-Randspalte

Erstes mal

Neapel. Italiens Fußballmeister Inter Mailand hat am 26. Spieltag der Serie A die erste Saison-Niederlage kassiert. Die Blau-Schwarzen verloren am Sonntag abend beim Aufsteiger und Ex-Maradona-Klub SSC Neapel 0:1, der Vorsprung vor Verfolger AS Rom schmolz dadurch auf sechs Punkte. Inter kassierte bereits in der dritten Minute das entscheidende Gegentor durch Marcelo Zalayeta. Inters Torwart Julio Cesar klatschte ihm den Ball vor die Füße, konnte sich aber dann mehrfach auszeichnen und hielt auch einen Elfmeter von Zalayeta (75.). Die Presse schrieb anschließend von einer »Notstandslage«, doch Inter-Trainer Roberto Mancini blieb gelassen: »Wir sollten jetzt nicht niedergeschlagen sein.« (sid/jW)

Schiri-Ärger 1

Frankfurt/Main. Der dreimalige »Welt-Schiedsrichter« Markus Merk hat sich für die Einführung des Videobeweises stark gemacht und damit die Diskussion um den Einsatz technischer Hilfsmittel in der Bundesliga neu entfacht. DFB-Boß Theo Zwanziger bleibt »skeptisch«. Entscheiden muß ohnehin die FIFA, deren Präsident Joseph Blatter das technische Hilfsmittel bislang kategorisch abgelehnt.

Hintergrund ist Merks Fehlentscheidung am vergangenen Samstag beim 2:0-Sieg von Werder Bremen gegen Borussia Dortmund. Dabei hatte der 45jährige das 1:0 durch Markus Rosenberg anerkannt, obwohl der schwedische Werder-Stürmer im Abseits stand. Die Wiederholung der Szene auf der Großleinwand im Weserstadion hatte zu heftigen Protesten von BVB-Trainer Thomas Doll geführt. Zwar hatte Merk seinen Fehler sofort erkannt, konnte die Tatsachenentscheidung aber nicht mehr zurücknehmen. (sid/jW)

Schiri-Ärger 2

Rom. Italiens Schiedsrichter-Koordinator Pierluigi Collina hat erneut Morddrohungen erhalten. Unbekannte schickten dem ehemaligen Weltklasse-Referee an seine Privatadresse in einem Brief eine Pistolenkugel. Bereits seit drei Monaten steht Collina unter Polizeischutz, nachdem er mehrere Drohungen erhalten hat. Insbesondere Ita­liens Rekordmeister Juventus Turin fühlt sich von den Schiedsrichtern in der Serie A benachteiligt und hat eine Kampagne gegen die Referees mit offenen Briefen an den Verband und die Schiedsrichtervereinigung gestartet. Tatsächlich gelten viele der italienischen Schiris als unerfahren, da mehrere Routiniers in den Manipulationsskandal des Sommers 2006 verwickelt waren und gesperrt wurden. Doch Collina meint, daß seine Schützlinge nach wie vor »zu den Besten der Welt« gehören. Ihm selbst wurde ebenfalls die Verwicklung in die Manipulationsaffäre vorgeworfen, was aber nicht bewiesen werden konnte. (sid/jW)

Mehr aus: Sport