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Leserbrief zum Artikel Fridays For Future: Die Straße zurückerobert vom 26.09.2020:

Weil’s der Markt nicht regelt

Klimastreik ist wichtig, macht aufmerksam, ist Weckruf und braucht die Vielen für Veränderung und Zukunft. Ebensowichtig ist das Verstehen, dass mit Moral weder Konzerne noch deren regierende Ausschüsse und »demokratischen« Institutionen zu bekehren und zu einer Umkehr oder Einsicht zu bewegen sind. Neben der Klimaschutzbewegungen ist seit Jahren vieles in Bewegung geraten, in Bewegung gegen Ausgeburten des Kapitalismus. Es ist bunter, aber auch widersprüchlicher geworden, manchmal gefährlich »quer« und irreführend. Es braucht also mehr Aufklärung, mehr Wissen, Erkenntnis, Einsicht in das Wesen dessen, was wir Kapitalismus nennen und in allen schrecklichen Erscheinungen zunehmend erfahren.
Weil’s der Markt nicht regelt, müssen wir selbst regeln, am System regeln. Es werden immer mehr, denen dämmert, die zu begreifen beginnen, dass Kapitalismus oder wie er auch beschrieben und umschrieben wird, nicht reformierbar ist. Viele glauben noch daran, ihn reformieren zu können, oder wollen uns auf ewig in diesem Glauben lassen. Sehen und spüren wir denn nicht, wohin dieser Kapitalismus sich seit vielen Jahrzehnten hinreformieren lassen hat? Sehen wir nicht, was aus dem ewigen Träumen und Hoffen auf ein friedliches Reformieren hin zu einer besseren Gesellschaft geworden ist? Historisch kurze Zeit konnte sein Kapitaltrieb etwas abgebremst und eingeschränkt werden durch die Existenz eines sozialistischen Systems. Jede Hemmung ist abgelegt, Kapital schaltet und waltet, bedroht die Existenz von Natur und Menschheit. In seinem Tun kann er nur von den Vielen aufgehalten werden, der Gewalt der Masse der Vielen und deren Verständnis, dass das Beste die friedliche Revolution hin zu einer anderen Gesellschaft wäre.
Roland Winkler, Aue
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