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Leserbrief zum Artikel Kommentar: Kein Versprecher vom 31.07.2020:

Alles für den Wahlkampf

Donald Trump handelt wie ein Geschäftsmann. Die Welt betrachtet er auch heute noch aus dieser Perspektive. Oft spricht er darüber, wer wieviel wofür bezahlt hat und droht mit Konsequenzen, sollte es zuwenig sein. Drei Monate vor der US-Wahl legt Washington seine Pläne zum Truppenabzug vor. Fast 12.000 Soldaten sollen die Bundesrepublik verlassen. Verschiedene Medien berichten: Während US-Verteidigungsminister Mark Esper und Vertreter der Militärführung am Mittwoch bei Bekanntmachung der Pläne im Pentagon zunächst bemüht sind, die Entscheidung strategisch zu begründen, d. h. Deutschland sei keinen Frontstaat wie im kalten Krieg mehr, macht Trump im Weißen Haus unverhohlen klar, dass es sich dabei um eine Strafaktion handelt. »Deutschland ist säumig«, sagte Trump demzufolge. »Deutschland schuldet der NATO Abermilliarden an Dollar.« Die Entscheidung hat die Bundesregierung kalt erwischt, sie erfuhr es aus den Medien. Trump scheinen die wirtschaftlichen Folgen des Abzugs bewusst zu sein. »Jetzt sagt Deutschland, es sei schlecht für seine Wirtschaft«, sagt er am Mittwoch. »Nun, es ist gut für unsere Wirtschaft.« Die Strafaktion gegen Deutschland soll möglicherweise nur von den Problemen ablenken, die Trump durch die Coronapandemie im Bereich der Wirtschaft hat. Trump kann den Teilabzug als Oberbefehlshaber der Streitkräfte zwar anordnen. Für die Umsetzung braucht er aber Geld, was er durch den Wirtschaftseinbruch nicht zu Verfügung hat!
Istvan Hidy

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