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Leserbrief zum Artikel Militarismus: Pack schlägt sich … vom 30.11.2019:

Für Frieden und Gewaltlosigkeit

Ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie Wladimir Putin, Präsident der Russischen Föderation, seine Rede am 25. September 2001 vor dem Deutschen Bundestag hielt. Sie machte Hoffnung, diese Hoffnung wurde zerstört – nicht von Russland!
Horst Teltschik, wichtigster außenpolitischer Berater von Kohl damals, sagt heute, der Westen habe Putin verprellt. Und nicht nur mit der NATO-Osterweiterung und anderen Spielchen. Ich staune vor allem, das SPD-Bundesaußenminister Heiko Maas bei Emmanuel Macrons Weckruf an die NATO die Panik bekommt. Stichwort: »Die ungelösten Fragen der europäischen Stabilität liegen auch nach dem Ende des Ost-West-Konflikts noch immer im Osten. Die Geschichte stellt die Aufgabe, in der Tradition und Kontinuität Brandtschen Denkens, unserem Kontinent ein sicheres Haus zu bauen.« (Egon Bahr) Wo sind die Vernünftigen in der SPD geblieben? Und noch etwas fällt mir auf – damals »Frieden schaffen ohne Waffen« und »Schwerter zu Pflugscharen« – wo sind heute die Rufer und Marschierer, besonders die ostdeutschen »Bürgerbewegten«? Funkstille! »Stabilität durch Gewaltverzicht ist die Voraussetzung für Wohlstand.« So in Bahrs Buch »Deutsche Interessen« (1998, jW) nachzulesen; wahrscheinlich entfernt aus der Bücherei im Willy-Brandt-Haus? Die Verantwortung, sich für Frieden und Gewaltlosigkeit einzusetzen, ist nie umsonst, gerade heute!
Mirko Scharmann
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