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Leserbrief zum Artikel 75. Todestag Ernst Thälmanns: »Er hat geredet, wie ihm der Schnabel gewachsen war« vom 10.08.2019:

Ermittlungen verschleppt

Es ist gut und wichtig, dass es die Gedenkstätte für Ernst Thälmann gibt. Die bundesdeutsche Justiz hat leider bei der Aufklärung des Mordes an ihm versagt und sich verhalten »wie der Jagdhund, der zur Jagd getragen werden muss«. Über mehr als 20 Jahre wurden die Ermittlungen verschleppt und das Verfahren immer wieder mit fadenscheinigen Begründungen eingestellt. Als der vorletzte noch lebende bekannte Tatverdächtige dann endlich Mitte der 1980er Jahre angeklagt wurde, endete das Verfahren letztlich mit Freispruch, was vor allem dem langen Zeitablauf geschuldet war. Ein weiterer zur Tatzeit am Tatort befindlicher ehemaliger SS-Mann lebte unter falschem Namen in Melle bei Hannover. Gegen ihn wurde nie ermittelt, obwohl den zuständigen Behörden der BRD sein Aufenthaltsort und seine Identität bekannt waren.
Jörg Dobrawa, Gotha
Veröffentlicht in der jungen Welt am 13.08.2019.
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  • Gedenken an Thälmann

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    Emil S., Erfurt