Der Schwarze Kanal
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Leserbrief zum Artikel Aus Leserbriefen an die Redaktion vom 11.07.2019:

Scheinheilig

Seenotrettung ist eine ernste Angelegenheit. Worüber Sie jedoch schreiben, hat mit Seenotrettung wenig zu tun. Die Flüchtlinge, wie Sie auch beschreiben, sind nicht auf See in der Not geraten, sondern auf dem Festland! Sie begeben sich aufs Meer, weil ihnen sämtliche Lebensmöglichkeit in ihrer Heimat vorsätzlich genommen wurden. Sie sind Wirtschaftsflüchtlinge, die vor Gefahren fliehen, die sie noch mehr in Notlage bringt.
Italien behindert die Seenotrettung nicht, lässt nur der afrikanischen Wirtschaftsflüchtlinge, die nicht auf italienischem Hoheitsgebiet in Seenot geraten sind, nicht nach Italien an Land. Jeder, der auf dem Seeweg nach Europa aufnimmt, wird als Flüchtling betrachtet. Die meisten sind davon jedoch Wirtschaftsflüchtlinge, die in der EU keine legale Bleibemöglichkeit haben.
Die Rettung aus der Seenot darf nicht mit einem Fahrschein nach Europa verbunden sein, sondern zunächst an den Ausgangspunkt der jeweiligen Tour. Damit würden wir auch das Geschäftsmodell der Schlepper zerstören.
Istvan Hidy
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