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Leserbrief zum Artikel Rekrutierungsoffensive: Feldpost für den Nachwuchs vom 15.05.2019:

Kanonenfutterwerbung

Die »Einladung« zum Kriegsdienst wird mutmaßlich nicht die erste, vielleicht die erste personalisierte Werbesendung dieser bald 18jährigen sein. Hat aber schon zuvor irgendein Ausbildungsbetrieb, eine Fach- oder Hochschule einen Platz für sie auf vergleichbare Weise angeboten, ihnen ihre Wertschätzung so mitgeteilt? Eher dürften sie Ablehnungen (…) gesammelt haben. Die Angst vor Ausgrenzung gerade auch im spätpubertären Alter wird allgegenwärtig sein. Und ungefähr so könnte die Nachricht, wir suchen noch »Schütze Arsch fürs letzte Glied«, auf wenn nicht fruchtbaren Boden, so wenigstens einen vorbereiteten Acker fallen. Die Armee nimmt jeden jungen Menschen, sogar mich. Letzteres kann eventuell Überschätzung sein bei Kandidaten mit Behinderung – wie etwa einer eigenen, gar »falschen« Weltanschauung. Der Kommiss sucht tatwillige Befehlsempfänger. Mit etwas Glück bin ich im »modernen Morden« durch meine Computerspiele vorgebildet und darf auf einen besser bezahlten Posten hoffen ...
Claudia Wangerin danke ich für Ihre Kontextualisierung der Verhinderung von Schwangerschaftsabbrüchen, einer weiteren Seite der Medaille aggressiver Kanonenfutterwerbung. An dieser und insbesondere deren Wertigkeit ließe sich der ganze Niedergang der (noch?) bürgerlichen Gesellschaft aufzeigen.
Liebe junge Menschen, liebe Kinder, liebt, lernt, lest – z. B. diese Zeitung –, bevor ihr den Rattenfängern auf den Leim geht!
René Wöhlert, Hohen Neuendorf
Veröffentlicht in der jungen Welt am 16.05.2019.
Weitere Leserbriefe zu diesem Artikel:
  • Feldpostrückvermerk

    Mein Kurzkommentar: Sagte einst ein Dichter, Dass Soldaten Mörder sind, Besonders wenn das Staatsgelichter Für Profit nach Kriegen sinnt....
    E. Rasmus