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Leserbrief zum Artikel Pressefreiheit: Solidarität mit Assange vom 16.04.2019:

Freiheit für Assange und Manning

Unsere ganze Solidarität für Julian Assange, einen der letzten wirklichen Journalisten, und die mutige Whistleblowerin Chelsea Manning! Beide eingesperrt in imperialen Inquisitions- und Folterkerkern, und für was? Assange und Manning wird das Verbreiten der Bilder von offensichtlichen US-Kriegsverbrechen gegen zivile und unbewaffnete Menschen im Irak und Afghanistan zur Last gelegt. Nicht die Kriegsverbrecher Bush, Cheney, Rumsfeld, Blair usw., die diese Verbrechen begannen haben, sitzen in Gefängnissen, sondern die Überbringer der Nachricht der Verbrechen. Das heißt, die nationalen und internationalen Gesetze vollkommen auf den Kopf zu stellen, nach denen eben Kriegsverbrecher, die solche Verbrechen begangen haben, zu bestrafen sind und nicht die Journalisten, die diese Verbrechen aufdecken und die Information der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, damit dann rechtliche Ermittlungen erfolgen können.
Gesetze und internationales Recht werden ad absurdum geführt – und die ganzen Mainstreammedien und die meisten Politiker schweigen oder hetzen und diffamieren sogar gegen Assange und Manning. Es ist eine wahre Bankrotterklärung. Jegliche journalistische Ethik und Norm wird ad acta gelegt, um den imperialen Herren in Washington und London zu dienen. Angesichts dieser transatlantischen Gleichschaltung der Presse lautet die Forderung: Justiz für die Täter, Freiheit für Assange und Manning – jetzt!
Claudio Coladangelo
Veröffentlicht in der jungen Welt am 17.04.2019.