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Leserbrief zum Artikel Schon gelaufen: Nachschlag: Offene Wunden vom 12.03.2019:

Besser ohne Religion

Ich halte die Situation, dass sich irische Protestanten und Katholiken »immer noch« feindlich gegenüberstehen, für einen Ausdruck dafür, dass Religionen das friedliche Zusammenleben von Menschen stören. Dabei will jede Religion einschließlich ihrer Oberhäupter besser sein als die andere. Wir erleben das Gegenteil hautnah in der Praxis und könnten Hunderte Beispiele aus der Geschichte zum Beweis vorbringen, dass die Kirchen mit ihren Dogmen die Entwicklung der Gesellschaften aufgehalten bzw. gebremst haben. Die Wissenschaft musste regelrecht den Fortschritt erkämpfen. Deshalb kann ich nicht verstehen, wie beim heutigen Stande der Aufklärung sich Menschen noch religiös binden. Aus alledem ergibt sich für mich, dass das Zusammenleben der Menschen ohne Religionen friedlicher ist. Die Religionen brauchen nur die Herrschenden, um ihre politischen Interessen mit ihrer Hilfe durchzusetzen. Schon Karl Marx sagte, dass das, was die Religionen verbreiten, Opium des Volkes ist.
Gerhard Schiller, Dresden
Veröffentlicht in der jungen Welt am 15.03.2019.