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Leserbrief zum Artikel Kommentar: Nach dem Ende vom 11.03.2019:

Jetzt erst recht

Ich verfolge schon eine ganze Weile die Diskussion um die Partei Die Linke und ihre »Reformer« und komme zum Schluss: Je mehr wir uns von der Partei abwenden, desto mehr kapitulieren wir vor diesen. Nein, jetzt erst recht alle Kraft für einen Linksruck, gehen wir mit unserer Auffassung in die Versammlungen und stellen wir unsere Forderungen, engagieren wir uns in den Vorständen und an der Basis. Nur »revolutionären Mut« zeigen! Es geht weniger um theoretische Diskussionen als um praktische politische Aktionen und Inhalte vor Ort. Nicht der Angriff auf Personen soll im Vordergrund stehen, sondern das Aufzeigen von Alternativen. Seht her, so will ich es machen! Wie sagte Brecht: »Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, der hat schon verloren.« Und: Eine »rot-rot-grüne« Regierung in Thüringen ist wohl besser als eine »schwarz-rot-grüne« oder eine »schwarz-blaue«!
Carl Schulz, Nahetal-Waldau

Kommentar jW:

Zu diesem Leserbrief gibt es eine Antwort:

Ich glaube dem Schreiber, dass er die Aufforderung »Mut zeigen« ernst meint! Man kann einen 100-Meter-Läufer, der dafür zwölf Sekunden braucht, 100mal aufrufen, zehn Sekunden zu laufen, er wird es nicht schaffen! So ähnlich ist es mit Die Linke. Der reale Zustand dieser Partei wird von Gruppeninteressen und entsprechenden Machtkämpfen bestimmt. Der Bonner Parteitag und der Rückzug von Genossin Wagenknecht widerspiegeln das Dilemma. Die Qualität der Linken nur an der farblichen Zusammensetzung von Koalitionen festzumachen, bedeutet, die Form über den Inhalt zu stellen! Deutlicher gesagt: Wenn die Regierungspolitik in Thüringen gleichermaßen verläuft wie in allen anderen Ländern, dann fragen sich viele Bürger, was macht denn die Thüringer Regierung »besser« als andere?
Siegfried Kotowski

Veröffentlicht in der jungen Welt am 15.03.2019.
Weitere Leserbriefe zu diesem Artikel:
  • Nichts Gutes

    Einige Linke (in der Partei Die Linke, aber nicht nur dort) bekämpfen Verbündete (z. B. in dieser Partei und darüber hinaus in der »Aufstehen«-Bewegung, in den Mahnwachen für Frieden und Menschenrecht...
    Horst Jäkel, Potsdam
  • Schwächung der Linken

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    Siegfried Kotowski